PegiD NRW zerlegt sich – Dittmer Franchise-Lizenz für Dügida & Bogida entzogen!

PegiD NRW zerlegt sich – Dittmer Franchise-Lizenz für Dügida & Bogida entzogen!

Pegida NRW hat für den 19. Januar einen Marsch auf Duisburg angekündigt. Die Gegenaktivitäten laufen auf Hochtouren: NO PEGIDA – Kein Fußbreit den Rassisten in Duisburg!In der Woche des 12. Januar führte Pegida NRW keine Aufmärsche durch. Sie distanzierten sich von dem Düsseldorfer Dügida-Marsch vom 12.1.15 unter der Leitung der ehemaligen Pressesprecherin und Mitglied der Teamleitung PegiD NRW Melanie Dittmer. Dittmer wurde von PegiD NRW und Pegida Dresden eiskalt die Franchise-Lizenz für Düsseldorf und Bonn entzogen. Ob sich der Streit auf zuviel oder noch nicht entrichtete Lizenz-Gebühren für die ehemaligen Franchise Ableger Bogida und Dügida ausweiten wird, ist uns momentan nicht bekannt. Nach dem Entzug der Franchise Lizenz für 18 Bürger King Filialen in Südbayern musste ein Unternehmer vergangenes Jahr erst Insolvenz anmelden.

Neben Dittmers Äußerungen zum Holocaust sowie der PRO-NRW Vereinnahmung dürfte auch die Gewaltfrage eine Rolle gespielt haben. Dittmer wollte in Köln unbedingt marschieren. Als Pressesprecherin wurde Dittmer durch Sebastian Nobile abgelöst. Während des ersten Dügida-Aufmarsches Anfang Dezember 2014 waren Nobile und Dittmer noch PRO-NRW Parteikameraden. Nobile ist ein seit Jahren bekannter Aktivist der extremen Rechten, der Dittmer in seiner Gesinnung kaum nachstehen dürfte. German Defence League, Pro Deutschland, Pro-NRW, Identitäre Bewegung sind alles Gruppierungen, in denen Nobile Mitglied war oder eng mit ihnen kooperierte. Ende Januar ist Sebastian Nobile erklärungslos aus der Leitung von Pegida NRW ausgetreten und als Pressesprecher zurückgetreten. Am 3. Februar klärt der Islamhassblog blu-news auf, weshalb: Es ging um Israel. Wir zeichnen die Entwicklung der Spaltung mit Screenshots und Erklärungen der Akteure nach. Pegida entwickelt sich immer mehr zum Irrenhaus und demontiert sich selber. PRO-NRW (Dittmer ist im Parteivorstand) bewirbt nun Dittmers Dügida sowie für jeden Mittwoch eine neue Kögida am Kölner Hauptbahnhof. Die letzte Kögida Ende Januar wurde „krankheitsbedingt“ abgesagt. Danach wurde sie beerdigt, Dittmer und PRO wollen sich ganz auf Düsseldorf konzentrieren.

Wie Melanie Dittmer die Pegida Franchise-Lizenz entzogen wird!

Auslöser des Bruchs bei PegiD NRW dürfte eine Auseinandersetzung zwischen Pressesprecherin und Teamleitung Melanie Dittmer und Anmelder Sebastian Nobile sowie Teamleiter Marco C. am 5.12.14 in Köln gewesen sein. Nobile und C. verzichteten angesichts der Blockaden auf ein Laufen von Kögida, Dittmer versuchte darauf zu bestehen.

Einer der Dauerposter im HoGeSa-Forum, wk-du, war dabei und griff Sebastian Nobile im Forum scharf an. „Dann der Hammer,der Typ weiss nich wie er heisst (Hool oder hohl?, er meinte Sebastian Nobile, eigene Anmerkung), war aber in Düsseldorf und Bonn dabei, ist auch bei der Orga.Ist Melanie dermassen in den Rücken gefallen,das wenn ich Melanie wäre, nie mehr was mit dem Typ zusammen machen würde. Von wegen das können wir nicht machen Melanie die Grünen sind unsere Freunde, und es wäre gefährlich zu laufen usw blablabla.“ Uff – Rechtschreibung ist auch nicht gerade die Stärke dieses „Verteidigers des Abendlandes“.

Der starke Protest in Köln zeigte Wirkung. Am 6. Januar kam die Meldung: PegiD NRW wird nicht mehr in Köln demonstrieren. Auch Bonn ist angesichts der vorangegangenen Blockaden gestrichen. PegiD NRW und Melanie Dittmer haben kapituliert! „Bekanntgabe: Ab sofort findet der Abendspaziergang im Rheinland nur noch in Düsseldorf statt.“

Bekannt gegeben wurde diese Meldungen auf den gesamten NRW-DIGA-Facebookseiten, also PegiD NRW, Dügida und Bogida – jeweils von Melanie Dittmer als Pressesprecherin unterzeichnet. Gleichzeitig erschien auf der Homepage von Pegid NRW, von Marco C. betreut, die Meldung „Melanie Dittmer ist ab sofort keine Presse Sprecherin mehr“

PegiD NRW erklärte erneut, wir trennen „uns von unserer bisherigen Pressesprecherin Melanie Dittmer.“ Danach wird angeführt: „Sie wird auch weiterhin keine führende Rolle in der Organisation von PEGIDA NRW einnehmen.“ Was heißt „auch weiterhin“? Sie war zusammen mit Marco C. die Teamleitung. Sie war Pressesprecherin. „Wir Distanzieren uns zu weiteren DüGiDa – Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandesia Veranstaltungen die von Melanie Dittmer angemeldet werden“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Melanie Dittmar hat für das gesamte nächste Jahr in Düsseldorf angemeldet. „Des weiteren Distanzieren wir uns von der Seite Bogida!“ fährt PegiD NRW fort. „Abendlandesia“ klingt ein bisschen nach Asterix und Obelix.

Auf der Bogida-Seite, von der sich distanziert wird, wurde dagegen die gleiche Pressemitteilung veröffentlicht – allerdings mit dem Zusatz:

„Zukünftiger Pressesprecher für PEGIDA NRW wird Sebastian Nobile sein.“

Jener Nobile, der so weit rechts steht, dass PI und Pro-Deutschland Akteure sowie der ehemalige bayerische Generalsekretär der islamfeindlichen Kleinstpartei „Die Freiheit“ für ihn Linke, Antifa, sind. Dessen „Muegida-Kundgebung“ bezeichnete er auf der Muegida-Facebookseite als „Fake“. Echt sind für ihn scheinbar nur richtig rechte Aktionen, wie die u.a. von dem antiislamischen Hassprediger Stürzenberger vorangetriebene Bagida. Oder spielt da auch die Franchise Frage eine Rolle? Zahlen die einen brav ihre Lizenzgebühren, während andere sich weigern?

Sebastian Nobile bekannte sich am 13.1.15 in einem Kommentar im Islamhassblog Politically Incorrect Pro-NRW-Mitglied gewesen zu sein. „Am Beginn bei DÜGIDA war ich noch das einzige Pro-NRW-Mitglied in der Orga.“ Angeblich ist Nobile inzwischen aus Pro-NRW ausgetreten: „Ich bin kein Mitglied mehr“

Nach einer Meldung der Ruhrbarone hat die Dügida-Seite, bevor sie vom Netz verschwand, erklärt, dass der Düsseldorfer „Spaziergang“ am 12.1.13 nicht stattfände. Am 6. Januar wurde von Melanie Dittmer eine neue Dügida Seite erstellt.

Darauf gab sie bekannt: „Bitte teilt diese neue und offizielle Dügida Seite. Unterstützt uns weiterhin. Wir sind noch dasselbe Team bis auf zwei Personen und wir machen das für Euch! Alles bleibt wie bisher. Und wird sogar noch besser. Jetzt jeden Montag in Düsseldorf!“ und kündigt für jeden Montag (auch dem 12.1.15) einen Abendspaziergang in Düsseldorf an.
Auf der Dittmer eigenen Bogida-Facebookseite postet sie ebenfalls den Düsseldorfer Aufmarsch als „Abenspaziergang für den Westen“. Die KommentatorInnen sind verwirrt:

Horst H. „PegiD NRW Patriotische Europäer gegen Islamisierung Deutschlands sagt das ist ein Fake. Leute was geht ab bei euch?“
Mike M. „Gerade auf einer anderen Seite gelesen das alle Spaziergänge für Düsseldorf bis auf weiteres abgesagt sind und man sich schwerpunktmäßig auf eine andere Stadt konzentrieren möchte. Was stimmt den nun?“
Horst H. „werdet euch mal einig sonst steh ich da am Montag für nix.“
Ricardo T. „Was den jetzt??? Die einen so die anderen nein“
Danijel P. „Ich blick auch nimma durch… Eventuell wurde gehackt… ich weis es nicht xD“

Sascha Wagner, Dittners NPD-Kamerad seit Urzeiten, meldete sich sogleich auf deren eigener Facbookseite: „Sascha Wagner hoffentlich dürfen jetzt auch richtige Patrioten sprechen……“ Dittmer schrieb u.a. „Gestern haben sich alle gewundert und geärgert, dass sich Marcos Carter und Sebastian Nobile haben weich klopfen lassen von der Polizei, man könne angeblich nicht losspazieren, weil Linke die Brücke besetzen.“

Der offizielle Teamleiter PegiD NRW, Marco C., postete sofort auf der neuen Dügida Seite „Fake Seite Gratuliere Orga NRW“ sowie „Fake ist eine Melanie Dittmer Seite nicht Pegida.“ Auf der PegiD NRW Homepage erschien die sage und schreibe dritte Pressemitteilung des Tages zu den Differenzen. Darin heißt es u.a. „Die bisher geplante Demonstration am 12.01. in Düsseldorf und auch die folgenden unter der missbräuchlichen Verwendung des Namens DÜGIDA, sollte dies passieren, sind Demonstrationen von Frau Dittmer und werden von uns weder befürwortet, noch mitgetragen oder verantwortet.“

Auf PegiD NRW Facebook wird eifrig diskutiert. Die Lager sind gespalten. Wohl auch deshalb, weil einige in Köln – so wie Dittmer – gerne marschiert wären:

„Leo K. „Nobile, nur höre mir einmal genau zu. Was bildet ihr euch eigentlich ein? Oder was bilden sich die Betreiber von Pegida ein? Keiner hat ein Anrecht auf den namen PEGIDA und schon gar nicht auf die Anderen Namen, die ihr als Ableger bezeichnet. Und hättest du gestern Eier gezeigt und dich wirklich für die Sache eingesetzt, dann wäre es auch zu dem geplanten Marsch gekommen. Aber lieber hast du dem Typen aus Dresden, der der Orga von Pegida angehört, den Arsch geküsst. Ihr habt die teilnehmer verraten, die alle marschieren wollten, auch auf die Gefahr hin, angegriffen, blockiert zu werden. Ihr versucht eine Diktatur aufzuziehen, die wir eigentlich bekämpfen wollen. Da ich viele Demofreunde habe, die allesamt von dir und dem anderen Kasper enttäuscht sind, werden wir zukünftig von jeglichen Demos fernbleiben wo du oder ein anderer von der PAGIDA als Veranstalter oder Anmelder fungiert, . Ich bezeichne dich und den anderen Typen als Verräter an der Sache. Und du solltest jetzt nicht versuchen den schwarzen Peter der Melanie zuzuschieben, sondern die Fehler bei dir suchen. In diesem Sinne… leck mich am Arsch .“

Am 7.1.15 erscheint auf der Hompage von PegiD NRW ein erneutes Statement von dem neuen Pressesprecher Sebastian Nobile. Mit ihrem Verhältnis zum Holocaust hat PegiD NRW und Nobile kein größeres Problem, wie erklärt wird.

„Weil das Thema “Melanie Dittmer” die Gemüter bewegt, hier ein paar erklärende Worte. Es geht nicht nur um ihr schwieriges Verhältnis zum Thema “Holocaust”, was für mich schon Nachsicht brauchte, um weiter auf der gleichen Bühne zu stehen und ich habe sie dahingehend noch verteidigt, weil der Holocaust im Bezug auf PEGI…DA ja nun keine Rolle spielt – ich versuchte, das Ganze wohlwollend zu sehen. So wohlwollend sah man das aber nicht überall. Und das nicht zu Unrecht.

Mal abgesehen von den weniger heftigen Vorfällen in Köln bei KÖGIDA:
Nur eines von vielen Beispielen: Das Banner von BOGIDA hatte keinen Mülleimer! Der Hintergrund: Melli Dittmer wollte nicht, dass ein Hakenkreuz im Mülleimer zu sehen ist, um “bestimmte Leute” nicht vor den Kopf zu stoßen (zu denen sie schon lange gute Kontakte pflegt und die sie wohl von den Demos nicht abschrecken wollte). Das führte dann dazu, dass gar kein Mülleimer auf dem Banner war (das wäre schon der Punkt gewesen, wo man hätte einschreiten müssen!).

In Bonn war ein Mann mit einer winzigen Israelflagge auf unserer Seite – die sie ihm sofort empört abnahm, trotz Protest von mir! In Köln aber war sie wütend, dass wir ihre Freunde von den Identitären (die ich nicht schlecht finde), nicht mit deren IB-Flagge posieren lassen. Es sind diese und noch ein paar mehr Sachen, die ich aber noch nicht erzählen möchte, sondern warte ich da auf einen Artikel, der sehr wahrscheinlich kommen wird und der deutlich machen wird: Es war das Beste, was passieren konnte, dass man sich von ihr trennt-wenn diese Fakten hier noch nicht reichen!“

Auf der Facebookseite von Melanie Dittmer sowie auf der Dügida-Seite von Dittmer wurde am 7. Januar um ca. 14 Uhr eine Erklärung eingestellt. Sie spricht von Dittmer in der Dritten Person, stammt somit scheinbar von der neuen unlizensierten Dügida-Orga. Darin heißt es u.a.:

„Bis vorgestern Abend war Melanie Dittmer noch mit Marco Carter P.(vollständiger Name auf Dittmers Seite, eigene Anmerkung) zusammen Teamleiter von PEGIDNRW und Pressesprecherin, Mitorganisatorin der ganzen Abendspaziergänge in NRW. Bei der KöGIDA Kundgebung kam es zum offenen Eklat den Sebastian Nobile und Marcor Carter P. herbeigeführt haben.

Ein Streitpunkt zwischen der DüGIDA Anmelderin Melanie Dittmer und den beiden anderen Orga Team Mitglieder war, dass Dittmer Sebastian Nobile (offizieller Anmelder für KöGIDA) riet nicht freiwillig auf den Spaziergang zu verzichten. … der jetzt alleinige Leiter von PEGIDNRW Marcor Carter-P. … Der überhaupt noch nie politisch aktiv war und aus dem nichts kam und sich ohne jegliche politische Erfahrung als ehemaliger Rocker und ziemlich bissiger Typ Mensch nach oben an die Spitze katapultiert hat. Was Dittmer nun vorgworfen wurde von den beiden ist, dass sie Nobile das Mikro aus der Hand nahm und den mutigen Bürgern aus der Mitte versprach regeln zu wollen, dass per Polizeikooperation doch noch gelaufen wird. Darüber war Herr Nobile so pickiert, dass er Carter dazu drängte Dittmer aus dem Team zu werfen. Weil er sich in seiner Ehre verletzt gefühlt hat. Kein Wunder, wer will schon als Depp in der Verantwortung stehen?

Punkt zwei der zum Zerwürfnis führte war, dass Dittmer es direkt öffentlich gemacht hat auf der Bühne, dass ein Mann vom Landesamt für Verfassungsschutz sie probiert hat auf der laufenden Kundgebung anzuwerben. Frau Melanie Dittmer bezeichnete während ihrer Rede zu dem Thema den Verfassungsschutz als Scheiße. Das kann man ja finden wie man möchte. Man hätte das sicher anders formulieren können. Aber ist eine gewisse Enttäuschung darüber, wie dieses System hier arbeitet nicht nachvollziehbar und menschlich? Marcor Carter P. gab zu verstehen, dass man doch Organe des Staates so nicht bezeichnen könne. Bitte, in welcher Welt lebt der Herr P. Carter oder Carter P. denn?“

Marco Carter P. ist nach Dittmer ein ehemaliger Rocker. Nach einer Meldung auf linksunten soll Marco Carter P. den Bandidos bzw. einem Supportern MC nahestehen. Sascha Roßmüller, Bandido Capter Regensburg, sitzt derzeit wegen Auseinandersetzungen im Rockermileu in Untersuchungshaft. In Haft wurde er erneut in den Landesvorstand der NPD Bayern gewählt. Auf dem Bild sind Sebastian Nobile (Pressesprecher PegiD NRW) links und Marco Carter P. (Leiter PegiD NRW) rechts auf der Kögida Kundgebung am 5.1.15 in Köln:

Duisburg ist das von Pegida NRW neu auserkorene Opfer. Am 19. Januar marschierte der extrem rechte Mob um Nobile und Marco Carter P. durch Duisburg. Beim zweiten „Spaziergang hatten sie Mühe, die TeilnehmerInnen unter Kontrolle zu halten. Neonazis der Partei „Die Rechte“, Nazi-Hools und sonstige Personen des extrem Rechten Umfeldes in NRW prägten das Bild der Duisburger Duigida. Am 26. Januar versuchten „fünf Hooligans eine israelische Flagge abzufackeln, die zusammen mit verschiedenen Flaggen anderer Nationen auf der wöchentlichen Kundgebung von Pegida-NRW in Duisburg zu sehen war“ berichtet u.a. der Islamhassblog blu-news. Nach dem zweiten Marsch durch Köln stieg Sebastian Nobile aus dem Orga-Team aus und als Pressesprecher zurück. Beim dritten Duigida-Marsch wurde er nicht gesehen. Erst am 2. Februar veröffentlicht er eine relativ nichtssagende Erklärung „Mein Rückzug von PEGIDA NRW“. Wir dokumentieren den ersten Teil:

Gegenüber blu-news erklärt Sebastian Nobile:

„“Es gab noch eine Diskussion wegen der israelischen Flagge. Man hat gegen mich gestimmt und sie wird heute in Duisburg nicht mehr aufgehängt.” Marco Carta, Chef von Pegida-NRW bestätigte, dass es eine solche Abstimmung gegeben habe. Er selbst sei pro-israelisch, aber es habe Beschwerden von Kundgebungsteilnehmern gegeben, Pegida sei eine europäische Gruppierung, aber Israel kein europäisches Land. Deswegen habe die Mehrheit des Orga-Teams dafür gestimmt, die israelische Flagge nicht mehr zu zeigen. Dass Sebastian Nobile jetzt nicht mehr dabei sei, bedaure er sehr.“"

Auf der 3. Duigida wurde dann gebrüllt „Ausländer raus, Deutschland den Deutschen”. Obwohl Nobile nicht anwesend war riefen einzelne DemonstrantInnen nach dem rechten Blog blu-news “ „Solidarität mit Palästina” und „Judenfreund Sebastian Nobile.” Pegida-Anhänger beschwerten sich darüber, dass die unerwünschten Gäste Propagandamaterial verteilen würden, darunter eine Zeitung der rechtsextremen Partei „Die Rechte” sowie Flugblätter des „Muslim-Marktes”.“ Wer gegen Flüchtlinge und den Islam hetzt, braucht sich nicht zu wundern, wenn Nazis aufmarschieren.

Wie Melanie Dittmer die Lizenz zum Franchising eroberte!

Der Spaltung vorangegangen war der Aufstieg Dittmers in die Führungszirkel von PegiD NRW bei gleichzeitiger Diskussion einer Äußerung Dittmers, die als den Holocaust in Frage stellend gedeutete werden kann: “Es ist für mich unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat, oder nicht” sagte Melanie Dittmer in einem aktuellen Interview, das Spiegel TV im Dezember 2014 ausstrahlte. Dittmer war damals Anmelderin und Organisatorin des offiziellen Bonner Pegida-Ablegers Bogida sowie seit Ende 2014 Pressesprecherin von PEGIDNRW, dem Zusammenschluss der offiziellen Pegida Ableger in NRW. Wir berichteten darüber ausführlich in unserem Artikel BOGIDA: “Es ist für mich unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat”- neue Nationalrassistische Massenbewegung in Deutschland – TEIL 3. Seit 2015 hat Dittmer die Teamleitung bei PEGIDNRW inne. So teilte Bogida – also wahrscheinlich Dittmer selbst – auf ihrer Facebook Seite mit:

Am 2. Januar wird Dittmers Teamleitung von PEGIDNRW dementiert:

„Wurde Dittmer abgesetzt, hat sie sich als Teamleitung deklariert ohne es zu sein, oder soll ihre Leitung aufgrund ihrer persönlichen Vergangenheit sowie ihrer PRO-NRW Funktionärstätigkeit nach außen verschleiert werden?“ Dies fragten wir an dieser Stelle am 2. Januar. In einer weiteren Mitteilung, betitelt „Presse“, stellte PegiD NRW Melanie Dittmer zitierend fest: „PEGID NRW wird von Teamleiter Marco C./Selbständiger und mir geleitet.“ Die Teamleitung besteht somit aus Marco C. und Melanie Dittmer:

Marco C. hat seine Facebook-Seite ziemlich aufgeräumt. Die präsentierten Bilder sind trotzdem einen Besuch wert. Ende 2014 postete der PegiD NRW Boss ein Bild „Ich bin nichts für schwache Nerven“. Sebastian Nobile, Teil der Orga-PegiD NRW, sowie Frank Ingo Friedemann, Teil der 12köpfigen Pegida-Orga, gefällt das. Angela Heumann, von Dittmer ausgebotete ursprüngliche Anmelderin der Dügida, kommentierte angesichts der derzeitigen Auseinandersetzung: „Da ist a bisserl was dran! Gilt aber auch für mich!“

Der AfDler Alexander Heumann war – zusammen mit seiner Frau Angela – Anmelder des Düsseldorfer DIGA Ablegers Dügida. Zurück von seinem im „christlichen“ Ägypten verbrachten Weihnachtsurlaubes verkündete er in einer Presseerklärung am 29.12.2014:

„Zu meinem tiefen Bedauern habe ich nach meiner Urlaubsrückkehr am heutigen 29.12.2014 aus einer bei dem Sender RTL archivierten Reportage von SPIEGEL TV erfahren müssen, dass die Mitorganisatorin verschiedener Versammlungen, Frau Melanie Dittmer, eine rechtsextreme Vergangenheit nicht nur hat, sondern diese auch nicht für erklärungs- und reformierungsbedürftig hält. Der Holocaust wurde kaltschnäuzig relativiert, wenn nicht sogar öffentlich insgesamt in Frage gestellt. M. E. sollten politische oder historische Ansichten – mögen sie noch so abwegig sein – nicht mit dem Mittel des Strafrechts, sondern stets mit dem Argument bekämpft werden, aber meinem Verständnis von PeGiDa und seinen Ablegern widerspricht diese extreme Geisteshaltung völlig. Ich distanziere mich mit aller Entschiedenheit hiervon.“

Am 3. Januar legte Angela Heumann dar, wie sie aus ihrer Sicht von PRO-NRW ausgebotet worden sind:

„Wir wurden während unseres Urlaubs (ohne jegliche Rücksprache mit uns) auf unserer Dügida-Seite der wichtigsten Rechte beraubt, so dass wir nichts mehr für die von uns schon am 13.12.2014 angemeldete Demo in Düsseldorf posten und organisieren konnten.

Statt uns, die wir im ersten Rutsch mindestens 800 Leute in Düsseldorf (inclusive Ordner) motiviert hatten, wurde Melanie Dittmer von Pro – ohne Erklärung uns gegenüber -als Berechtigte auf der Dügida-Seite eingesetzt.
Wenn das keine feindliche Übernahme ist, WAS DANN?
….
Von uns gewünschte Gespräche hierüber wurden vom Orga-Team NRW (aus dessen Gruppe wir auch willkürlich entfernt wurden) tagelang abgeblockt / verweigert. Ich habe meine ganzen Bitten um Erklärung aufbewahrt.
Während aus Dresden nichts Deutliches kam.
….
Nach all dem hat dann jedoch Pro die Dügida übernommen!

Von daher kann ich mir das nur so erklären, dass wir die Dügida auf den Weg bringen sollten, um dann, wenn sie erfolgreich war, durch Pro-Leute ersetzt zu werden.
Na ja , mit den finanziellen Ressourcen von Pro ist eben alles möglich. …“

Der Marsch wurde von Angela Heumann abgesagt und von Melanie Dittmer neu angemeldet. Und die Anmeldung hat sie bis heute inne. Dittmers Marsch durch Düsseldorf startet und endet immer am Hauptbahnhof. Dittmer – und damit PRO-NRW – haben die Facebookseiten Bogida und die neue Dügida unter sich. Marco C. und Sebastian Nobile betreuen die PegiD NRW Seite sowie Kögida und die alte Dügida-Seite auf Facebook.

Wer ist Melanie Dittmer

Melanie Dittmer war schon mit 13 Jahren Skin-Girl, im Kameradschaftsspektrum, bei der NPD Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN), heute in der Identitären Bewegung aktiv und im Parteivorstand von PRO-NRW.
LOTTA – die antifaschistische Zeitung aus NRW – hat sich Mitte Oktober mit Dittmer intensiver beschäftigt:

„Bereits um 1994 wurde sie als „Kreisbeauftragte Dorsten“ der Partei “Deutsche Nationalisten” geführt. 1995/1996 galt sie als Zuständige für die Dorstener Gruppe der FAP-Nachfolge-Gruppierung “Kameradschaft Recklinghausen” – um dann etwas später bei den “Jungen Nationaldemokraten” (JN) zu landen, bei denen sie zeitweise als Landesvorstandsmitglied und „Stützpunktleiterin“ Dortmund fungierte. Ihr lokales Highlight, eine für den 28. Juni 1997 vom JN-Landesverband in Dorsten angekündigte Demonstration („Ruhrkampftag – Kohle und Stahl nur mit uns“), wurde ihr allerdings verwehrt, die Aktion wurde verboten. In ihrer aktiven JN-Zeit wirkte sie in den Redaktionen der JN-Postillen “Ruhrstürmer” und “Schwar¬ze Fahne” mit und war zumindest anfangs (ab 1997) auch für das Skin-Politzine “Neue Doitsche Welle” des JN-Funktionärs Sascha Wagner aktiv. Mit diesem Blatt sollte versucht werden, die rechte Skinhead-Szene enger an das extrem rechte Parteienspektrum anzubinden.“

„„Obwohl erst 21 Jahre alt“, so die Düsseldorfer Stattzeitung “TERZ” in ihrer Ausgabe Februar 2000, „gehörte Dittmer in den letzten Jahren zu denjenigen Personen in der militanten Neonazi-Szene in NRW, die den politischen Kurs entscheidend mitbestimmten. Sie zählt zu den wenigen Frauen, die in der nordrhein-westfälischen Neonazi-Szene überhaupt etwas zu sagen haben.““

„2012 tauchten dann – u.a. im “stern” – Fotos von “pro NRW”-Veranstaltungen auf, bei denen es zu Angriffen von Islamisten gekommen war: „© Melanie Dittmer/DPA“. Immer häufiger war Dittmer am Rande von Demonstrationen und Kundgebungen anzutreffen, um zu fotografieren, was jedoch erst 2014 auffiel, da sie nahezu allen jüngeren AntifaschistInnen gänzlich unbekannt war. 2014 war sie bei bislang zwei größeren Events der neonazistischen Szene in NRW als vermeintliche Pressefotografin vor Ort – am 29. März in Aachen und am 1. Mai in Dortmund – , reiste teilweise sogar gemeinsam mit den AufmarschteilnehmerInnen an und ab und trat des¬öfteren in – von BeobachterInnen des Geschehens als „freundschaftlich“ beschriebenen – Kontakt zu Ordnern und TeilnehmerInnen. Professionelle Distanz? Fehlanzeige! Anschließend veröffentlichte sie von ihr als „nicht wertend“ empfundene wohlwollende Berichte auf „lokalkompass. de“, die später nach Protesten wieder gelöscht wurden.“


„Es ist für mich unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat oder nicht“
, gab sie aktuell in einem Interview mit Spiegel TV von sich. Dabei spielt sie mit der Holocaust-Leugnung, ohne sie auszusprechen. Schon vor Jahren befürwortete sie bei Spiegel-TV Arbeitslager oder Ersatzweise die Todesstrafe für Süchtige, Drogendealer und und und. Der kurze Spiegel-TV-Beitrag ist unbedingt zu empfehlen:

Bogida-Anmelderin Dittmer: „Es ist für mich unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat.“

1997 war Dittmer für das Skin-Politzine “Neue Doitsche Welle” des damaligen JN-Funktionärs Sascha Wagner aktiv. Heute ist Wagner stellvertretender Vorsitzender der NPD-Rheinland-Pfalz. Verantwortlich war er für die SaGeSa „Saarländer gegen Salafisten“ Kundgebung am 22.11. in Bonn. Ausführlich beschäftigen wir uns damit in SageSa spaltet sich! – „breites“ HoGeSa Spektrum vom Hitlergruß bis NPD. Am 4. Dezember veranstaltete Neonazi Wagner nach dem Infoportal Stimme gegen rechts eine Lesung mit dem Rechtspopulisten Akif Pirincci in Homburg:

„Normalerweise ist Sascha Wagner nicht so schweigsam. Der Berufs-Neonazi kündigt selbst kleinste Aktionen pompös an, als stünde die ‘nationale Revolution’ kurz bevor. Dieses Mal jedoch, war im Vorfeld kein Wort von ihm zur Lesung mit dem Autor Akif Pirinçci zu hören. Aus Angst davor, „daß die üblichen Chaoten als ungebetene Gäste in Erscheinung treten könnten“ wurde das Treffen konspirativ abgehalten. Der Neonazi war sich wohl bewusst, dass das, was da im saarländischen Homburg passieren sollte, große Wellen schlagen könnte.“

„Die Veranstaltung wurde von Melanie Dittmer moderiert“ meldete das Portal. Die Zusammenarbeit mit NPD Wagner ist nicht nur Vergangenheit (1977), sie ist, wie die Veranstaltung zeigt (Dezember 2014), Gegenwart. Der Kontakt erst mal hergestellt sprach Pirincci bei Dittmers Bogida-Aufmarsch am 15.12.2014 in Bonn. Am 22.12.2014 war Neonazi-Funktionär Wagner selbst zu Gast beim Marsch durch Bonn.

nach Paris zur Demo gegen Islamisierung am 18.01.15! Zusammen hinfahren und dort demonstrieren!

Angesichts des Terroranschlages in Paris rief sie am Abend des 7. Januar auf ihrer Seite auf: „nach Paris zur Demo gegen Islamisierung am 18.01.15! Zusammen hinfahren und dort demonstrieren!“ NPD-Freundchen und (Ex)-Hool Sascha Wagner meldet sich prompt zu Wort: „Fernbus!“ Vorher schon erklärte sie dort – was wohl – natürlich reden zu wollen!

„Unser Beileid für Frankreich

Die Bevölkerung Frankreichs geht jetzt auch in Paris auf die Straße am Sonntag, den 18. Januar. Ich fahre hin und werde dort meine Solidarität bekunden, eine kleine Rede halten und an einer europäischen Zusammenarbeit weiter arbeiten. „

Dittmer, seit ihrere Pubertät fester Bestandteil der Neonazi-Szene und der extremen Rechten, instrumentalisiert Ermordete für sich, die für Menschen wie sie nur Abscheu, Verachtung und Satire übrig hatten. Siehe SZ:

„Charlie Hebdo hat seither das Recht verteidigt, dass Satire alles darf und die Kunst gepflegt, gegen alle – und gerne gegen alle Religionen – geschmacklos und böse zu sein. Auf dem Titel einer Ausgabe zur Abdankung von Benedikt XVI sah man den Papst – in inniger Umarmung mit einem mädchenhaft errötenden Schweizer Gardisten – rufen: „Endlich frei!“ Man sah den rechten Hetzer Dieudonné, bekannt für den Gruß mit dem gestreckten Arm, der von einem eben solchen penetriert wurde; man sah Leichen im Wasser treiben, während Front-National-Chefin Marine Le Pen ihr Programm für die Flüchtlinge auf Lampedusa erklärt. Auf dem Titel von Charlie Hebdo erblondete Präsident François Hollande dank einer Angela-Merkel-Perücke und der dicke Schauspieler und Neu-Russe Gérard Depardieu überrollte, zum Panzer mutiert, für Putin die Ukraine.“

Inzwischen ruft PRO-NRW auf ihrer Internetpräsenz unter der Überschrift „Volle Unterstützung für Pegida“ zur Düsseldorfer Dügida auf. Die „Gunst der Terrorstunde“ nutzend wird des Weiteren von Pro-NRW für jeden Mittwochabend in Köln ein „Kögida-Abendspaziergang“ angekündigt. Parallel zu Düsseldorft soll dieser zwecks leichterem Zu- und Abgang am Hauptbahnhof starten und enden. Die offiziellen Pegida Franchise-Partner „PegiD NRW“ kündigten am Abend des 8. Februars eine Umbenennung in „Pegida NRW“, eine neue Facebook-Seite auf diesen Namen sowie die Einstellung der Dügida und Kögida FB-Seiten an. Damit machen Sie unserer Meinung nach deutlich, dass Düsseldorf und Köln für sie verbrannt ist und ihrerseits kein künftiges Aufmarschgebiet sein wird. Beide Städte wurden den NRW Klonen überlassen. Ende Januar wurde Kögida endgültig eingstampft. Übrig bleibt vorerst Dügida mit Abnehmender TeilnehmerInnenzahl – um die 100 am 2. Februar – aber einem sehr hohen Gewaltpotential. Dittmer macht praktisch alles alleine. Von der Anmeldung, den Transparanten, Moderation, Seitenpflege…


Aktualisiert, 3.2.15, 16:30

Weitere Artikel, Meldungen und Stellungnahmen zu HoGeSa, Pegida & Co sind auf unserer Facebook-Seite zu finden.

Unsere weiteren Artikel zu Pegida, HoGeSa & Co:

Über 1.000 NürnbergerInnen blockieren die braune Nügida erfolgreich. Gewaltbereite Neonazis und Nazi-Hools als Ordner. Der mit Hunderten Neonazis laufenden Bagida ist Nügida zu Rechts. Sie wird aus der GIDA-Bewegung ausgeschlossen. Nügida zerfleischt sich intern. Der zweite Marsch – geplant für den 23. Februar – wird abgesagt. Die Hauptakteure: Der Stadtbekannte Neonazi Rainer Biller. Er gibt sich als Aussteiger. Ist aber Hauptorganisator bei Nügida und soll auf der Gründung des Nürnberger Kreisverbandes der Neonazipartei „Die Rechte“ am 25.1.15 anwesend gewesen sein. Die Politiker der islamfeindlichen Kleinstpartei „Die Freiheit“ Michael Stürzenberger und Gernot Tegetmeyer. Beide auch Redner vor Tausenden von Neonazis und Nazi-Hools bei der HoGeSa am 15.11.14 in Hannover. Diverse VertreterInnen der beiden HoGeSa Vereinigungen. Popcorn einkaufen – und lesen. Besser kann Satire nicht als Realsatire: Nügida Blockiert! Nügida Nazigida! Nügida Zerstritten! Nügida Abgesagt! – NOnügida!

HoGeSa ist zerbrochen, in GSD wieder zusammengewachsen und auferstanden. „Gemeinsam-Stark“ mag harmlos klingen, ist aber brandgefährlich. GSD sind die HoGeSa von Köln! Wir skizzieren hier den Zerfall der HoGeSa und die Widerauferstehung als GSD – HoGeSa 2.0 Reloaded: „Gemeinsam-Stark Deutschland e.V.“ – GSD – HoGeSa 2.0 RELOADED!

Wir sind „sprachlos“: Die DGB „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) spielt sich praktisch als Staat im Staate auf. In Gebrauch der fragwürdigen Hufeisen-Extremismus-Theorie werden die rechtextremistische „Legida“ einerseits und die gewählte Stadtvertretung andererseits gleichwertig als Extreme gegenüber gestellt. Was ist da los in Sachsen? Die eigentlich unabhängige „Landeszentrale für politische Bildung“ stellt der rassistischen Pegida-Bewegung die eigenen Räume für eine Presskonferenz an die „Lügenpresse“ zur Verfügung. Der öffentlich-rechtliche Sender Phönix verbreitet bundesweit die Pegidawerbung bundesweit live im Fernsehen! Sprachlos: Polizei Leipzig – Staat im Staate?

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Köln hetzt antidemokratisch auf Facebook gegen Antifa – so wie sonst oft auf Nazi-Seiten agitiert wird. Anlass ist wahrscheinlich der letzte Kögida-Aufmarsch. Ca. 12. Stunden stand das Posting. 387-mal geteilt, 322 gefällt mir. Uns fehlen die Worte! #DPoIG #NOkögida

Über 100.000 gingen am 12. Januar bundesweit gegen Pegida und GIDA-Franchise-Ableger auf die Straße! Klarer Tenor: Deutschland ist ein Einwanderungsland – Der Islam gehört zu Deutschland – Flüchtlinge sind willkommen und müssen unterstützt werden. Die Terroranschläge von Paris und Pegida sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie haben den NationalistInnen und RassistInnen – wir nennen sie NationalrassistInnen – von Pegida nicht den befürchteten Aufschwung gebracht. Gleichwohl bewegten die Anschläge auf „Charli Hebdo“ sicherlich den einen oder die andere, sich zu den PegidistInnen zu stellen. GIDA inklusive Franchising kam trotzdem gutwillig gezählt nur auf 35.000 HassbürgerInnen. Über 100.000 gegen Pegida & GIDA-Franchise legida bagida sügida hagida …!

„Der HoGeSa-Marsch am 18. Januar durch Essen wurde verboten. Am 11. Januar erklärte HoGeSa „die Demo in Essen „offiziell“ zurück zu ziehen. Zwischen den Zeilen wurden die Nazi-Hools aufgefordert, trotzdem nach Essen zu fahren! Gleichzeitig tauchen Aufrufe „Jetzt erst recht!“ zu Essen auf. Anscheinend schätzt sich HoGeSa als stark genug ein, einen mehrere tausend Mann starken Aufmarsch gegen den Willen der Polizei durch Essen durchsetzen zu können. Wir schildern in diesem Artikel die Entwicklung des HoGeSa-Essen-Marsches und werfen einen Blick auf die Entwicklung und Spaltung der HoGeSa. Das zentrale Agitations- und Organisationsmedium, das HoGeSa-Forum, war drei Tage lang bis zum 11. Januar – scheinbar nach Angriffen durch eine Anonymous-Abteilung – offline!“ Trotz Demoverbot: HoGeSa-Gewaltmarsch durch Essen am 18. Januar?

Für den 8.2.15 hat der HoGeSa Nachfolger „Gemeinsam-Stark Deutschland e.V.“ (GSD) einen HoGeSa-Nachfolgeaufmarsch zu Köln und Hannover in Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, angekündigt. HoGeSa hatte sich Ende 2014 gespalten. Die Hooligans der alten Führung der HoGeSa sind bei GSD. Der Aufmarsch in Rheinland-Pfalz ist hoch gefährlich und brisant. Die Hools des 1. FC Kaiserlautern sind bundesweit als extrem rechten Hooligantruppe berühmt und berüchtigt. Von der HoGeSa-Kundgebung am 18. Januar in Essen distanzierte sich GSD. Ungebundene Hooligans, Neonazis, RechtspopulistInnen und IslamhasserInnen dürften sich leider trotzdem in beträchtlicher Anzahl zu deren Aufmarsch einfinden. HoGeSa und GSD liegen im Streit. Wir dokumentieren Ausschnitte des Streits und befassen uns genauer mit GSD: 8. Februar – Ur-HoGeSa-Demo in Ludwigshafen – Auf die Straße gegen Nazi-Hools!

Kögida und Bogida wurden am 6. Januar von PegiD NRW offiziell für beendet erklärt. Einzig Dügida besteht weiter. Kögida, Bärgida und Muegida wurden erfolgreich blockiert. Am 5. Januar standen den von der extremen Rechten dominierten Pegida-Ablegern in der gesamten Bundesrepublik weit über 50.000 Menschen entgegen. Wer jetzt noch einen Dialog mit GIDA fordert und sich für eine restriktivere Flüchtlingspolitik ausspricht, muss sich zu Recht vorwerfen lassen, geistige Brandstiftung zu betreiben. Wenn ein Dialog geführt werden muss, dann mit den Flüchtlingen und den vielen Menschen, die Flüchtlinge im Kampf um ihre Rechte unterstützen. Wir stellen uns quer – rechtsextreme Pegida Ableger Kögida BärGida Muegida blockiert!

Wie braun darf Pegida sein? Ist PEGIDNRW schon von der rechtsextremen PRO-NRW übernommen? Hat AfDler Heumann bei DIGA ausgesorgt? Neonazi Sascha Wagner – eine Konstante in Melanie Dittmers (Teamleitung und/oder Pressesprecherin PEGIDNRW) Leben – gestern wie heute? Kann HoGeSA die eigene Kundgebung in Essen nicht kontrollieren? Hooligan Randale angekündigt – ein Verbotsgrund? PEGID NRW – Bogida Dügida Kögida – hellbraun vs. dunkelbraun!

„Advent, Advent ein Asylheim brennt!“ schreibt NPD Bayern bei Bagida zum Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkünfte in Vorra bei Nürnberg. Die bayerische Pegida ist durchsetzt von extremen Rechten, sei es WÜRGida oder NüGIDA. Die Neonazipartei „Der Dritte Weg“ liefert ein quasi Bekennerschreiben ohne Bekenntnis zum Terroranschlag in Vorra und HoGaSa baut Franken zu einem Schwerpunkt aus: BAGIDA – NPD – NAZIGIDA – „ADVENT ADVENT ASYLHEIM BRENNT“

Ist überall auch Pegida drin, wo Pegida drauf steht? Nein behauptet Pegida. Nur lizenzierte GIDAS seine echte GIDAS. Die falschen GIDAs sollen von der Antifa, Neonazis oder sogenannten TrittbrettfahrerInnen betrieben werden. Im Zentrum der „Verdächtigen“ stehen BerGiDa, Dogida und Muegida – Muenchen. In München will Muegida gar gegen den Willen Pegidas real auf der Straße aufmarschieren: Wo Pegida drauf steht, ist auch Pegida drin? – Bagida, BerGiDa, Muegida, Dogida, NüGIDA, … – ALLES PEGIDA?

Faking Pegida! Gefakte +pegida #bagida #bogida #rogida #GIDA … Seiten werden zum Massensport! Faking Pegida! – WIR SIND ALLE FAKEGIDA – NO NAZIGIDA!

Unser Grundsatzartikel – Versuch einer Einschätzung der nationalrassistischen Gesellschaftsentwicklung mit den aktuellen Höhepunkten HoGeSa, Pegida & Co. In Teil 1 geht es um die historische Entwicklung des antimuslimischen Rassismus, die Begriffsdefinition von „Nationalrassismus“, die Herausbildung von rechtspopulistischen und antiislamischen Bewegungen, Blogs und Parteien. Welche Rolle spielt dabei die AfD, wo liegt ihre Gefährlichkeit? HoGeSa & PEGIDA – neue Nationalrassistische Massenbewegung in Deutschland – Nationalsozialismus 2.0?

Teil 2 unseres Grundsatzartikels zur neuen nationalrassistischen Massenbewegung in Deutschland. Wir behandeln die Herausbildung von HoGeSa und die Rolle des Islamhassblogs Politically Incorrect. Welche Beziehung besteht zwischen den Hooligans und den radikalisierten, den Islam hassenden Teilen der Gesellschaft, die versuchen, sich selbst als „bürgerlich“ dazustellen? Wir beschreiben die Herausbildung einer Vereinigung der verschiedenen rechten Spektren durch HoGeSa und Pegida. Abschließend werfen wir einen Blick auf interne Differenzen bei HoGeSa und den weiteren Planungen der NationalrassistInnen. HoGeSa – Politically Incorrect’s SA? – – neue Nationalrassistische Massenbewegung in Deutschland – TEIL 2

Pegida Initiator Lutz Bachmann hat sich in den 90er Jahren einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe wegen aus dem Rotlicht-Milieu heraus begangenen Diebstahls mit der Flucht nach Südafrika entzogen. Er ist verurteilter Drogendealer und hat geschäftliche Verbindungen zu Hells Angels Etablissements. Nicht gegen den Islam, sondern gegen die PKK soll Pegida gegründet worden sein. Damit unterstützt sie real den Islamischen Staat, der von PKK und YPG in Syrien bekämpft wird: Pegida = Pegabpis (Platte Europäer gegen Asylbewerber pro Islamischer Staat) oder eure menschenverachtende Heuchelei ist zum Kotzen

Zum gewalttätigen, extrem rechten Gesicht der bayerischen Bagida und deren Anerkennung durch die Dresdner Pegida siehe Bagida – HoGeSa und Pegida in Bayern – die extreme Rechte sucht Massenbasis!

NPD, PI & Bagida feiern die Räumung des Münchner Flüchtlingscamps. Mord, tote Flüchtlinge, das wünschen sich die vermeintlich bürgerlichen Bagida AnhängerInnen. Siehe NPD, PI & Bagida feiern Räumung von Flüchtlingscamp in München

Im saarländischen Ableger von HoGeSa ist es dieses Wochenende zur Spaltung gekommen. Der parteifreie abhitlernde Hooligenrand distanzierte sich von der bürgerlich-vereinnahmenden NPD. Siehe SageSa spaltet sich! – „breites“ HoGeSa Spektrum vom Hitlergruß bis NPD

Hatz, Hass & Gewalt werden von HoGeSa, PI & Co geschürt. Ein bei REWE entlassener HoGeSa Teilnehmer soll gerächt werden. Doch plötzlich gibt es Rückzieher. Die Artikel werden gelöscht: Wie sich HoGeSa, PI & Co mit REWE Boykott blamieren

Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte

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