Identitäre Bewegung Teil der Nürnberger „Montagsmahnwache“

Identitäre Bewegung Teil der Nürnberger „Montagsmahnwache“

Während sich z.B. in Berlin, Frankfurt und München NPD Kader bei den sogenannten Mahnwahren breit machen, hat in Nürnberg ein Vertreter der neurechten „Identitären Bewegung“ mit extrem rechter Vergangenheit schon zwei Mal auf der Kundgebung gesprochen. Jeweils zwei bis vier Identitäre sollen als TeilnehmerInnen vor Ort sein. In Verbindung stehen die Identitären mit der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ und der extremen rechten „Kameradschaft Unterfranken“. Diese nahm am 1. Mai mit einer Delegation am Aufmarsch des rechtsextremen Kameradschaftsdachverbandes Freies Netz Süd in Plauen teil.

Wie auch in anderen Städten hat sich in Nürnberg eine Montagsquerfront gebildet. Treffen tut sich diese allerdings dienstags. Der gewünschte Platz vor der Lorenzkirche ist am Montag von der traditionellen Montagsdemo gegen Harz IV und Sozialabbau belegt. Seit der 3. Mahnwache zeigen sich dort auch VertreterInnen des als extrem rechts verschrienen Kreisverbandes der Nürnberger AfD. Aufgerufen zur Montagsmahnwache hat auch der Nürnberger „Alles Schall und Rauch“-Stammtisch. Genaueres über diesen Stammtisch steht in unserem Artikel PdV – Alternative für Deutschland – und der Holocaust. Die RednerInnen reisen wie der verschwörungstheoretische Yannik aus Würzburg oder wie Organisator Haimo Grebenstein aus Königstein an. Grebenstein war Schriftführer bei der „Freien Union“ in Bayern – eine von der CSU Rebellin Pauli gegründete Gruppierung. Im März 2013 erklärte er, seit 6 Jahren als „Infokrieger“ tätig zu sein. Er ist Generalsekretär sowie Vorsitzender des Landesverbandes Bayern der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Darüber hinaus war er bis Mai 2010 1.Vorsitzender des „Vereins für Germanisches Heidentum e.V.“, einer „naturreligiösen Gemeinschaft“ auf „der Grundlage der überlieferten vorchristlichen germanischen Religion und Kultur“. Angereist ist er zur ersten Kundgebung als einfacher Redner. Inzwischen hat er eine Webpage für die Nürnberger Mahnwache erstellt, eine Anlage gekauft sowie praktisch die Co-Moderation übernommen. Sein Filmteam dokumentiert alle Reden und stellt sie ins Netz.

Schon zwei Mal redete Ron F. Diesen Samstag nahm er zusammen mit anderen Identitären an Aktivitäten gegen den Islamisten Pierre Vogel in Nürnberg teil. Der Generalsekretär und stellvertretender bayerischer Landesvorsitzende der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“, Gernot Tegetmeyer, fordert anlässlich der Kundgebung eine Zusammenarbeit mit der Identitären Bewegung ein: „Erfreulich war, dass Identitäre und „Die Freiheit“ Seite an Seite standen. Sollten wir öfter machen“ schreibt er auf der FB-Seite der Identitären Hessen. Auf der Nürnberger Identitären Seite grüßt der in Fürth wohnende Freiheitler die Identitären: „Ein breites Bündnis war heute vor Ort. Gruß an die Identitären. Videomaterial folgt noch nach.“ Die Antwort dieser zeigt auf, dass die Zusammenarbeit zwischen IB-Nürnberg und dem Generalsekretär der Freiheit schon weiter gediegen sein muss: „G.H. Tegetmeyer, da sind wir gespannt! Bis zum Stammtisch“.

Zum ersten Mal traten die Identitären mit dieser Aktion in Nürnberg offen als Gruppe in Erscheinung. Ron F. war zu Beginn seiner Politkarriere auf Aufmärschen der 2004 wegen ihrer „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ verbotenen „Fränkischen Aktionsfront“ (FAF) u.a. mit Ordnerbinde. Auf dem von der IB-Nürnberg selbst veröffentlichten Foto ist er mit dem durchgestrichenen Scharia Plakat zu sehen.

Die Identitäre Bewegung Nürnberg erstellte unter dem von KenFM geschaffenen Motto „Aktiv wer aktiv ist“ eine eigene Veranstaltung auf Facebook zu Vogel, die sie dann im realen Leben realisierten.

Am 12. April rief die IB-Nürnberg auf Ihrer FB-Seite zur Teilnahme an der ersten Nürnberger Kundgebung auf:

„Der deutsche Michel
fängt an aufzuwachen!!…. Ihr Ziel ist die Abschaffung der einzelnen Nationen und Ländern, die Zerstörung der eigenen Identität und die unkontrollierte Ausbeutung der Gedankenlosen Sklaven die sie aus Uns machen wollen. Wir die IB Nürnberg finden das eine gute Sache da hier Leute endlich zusammen (egal welche Einstellung) gegen das ausbeuterische System vorgehen, das immer ungerechter wird und dem seine eigenen Landsleute vollkommen egal sind!!
15.04. in Nürnberg 19.00Uhr an der Lorenzkirche“

Sie übernahm sogar den Aufruf der Montagsquerfront auf ihrer FB-Seite.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp veröffentlichte am 29. April unter der Überschrift „Nürnberg: Neue „Friedensbewegung“ mit rechtem Verschwörungs-Touch vor der Lorenzkirche“ eine erste Einschätzung der Nürnberger Truppe:

„Am 15. April waren es 300, vor einer Woche knapp 200 und heute bei schlechtem Wetter etwa 100 Menschen, die vor der Nürnberger Lorenzkirche diversen Reden zu verschiedensten Themen wie Krieg und Frieden, Zinsen, Medienmanipulation oder Klimakatastrophe lauschten. Wortmeldungen aus dem rechten verschwörungstheoretischen und Reichsbürger-Spektrum waren zu hören, daneben ernstgemeinte und teilweise ernst zu nehmende Beiträge zum Thema Kriegsgefahr und Klimakatastrophe. Das ursprüngliche Veranstaltungsmotto lautete: „Aufruf zum friedlichen Widerstand! Für Frieden! In Europa! In der Welt! Für eine ehrliche Presse! & gegen die tödliche Politik der Federal Reserve (einer privaten Bank)!“ Dieser sprachlich leicht esoterische Anklang mit antisemitischem Unterton wurde von einem der Nürnberger „Gastgeber“ auf der entsprechenden Facebook-Seite mit Statements wie dem Folgenden noch unterstrichen: „Was kann ich dafür das die mächtigsten Bänker der Welt Juden sind (Morgan, Rothschild, Warburg, Goldman Sachs) uns und mir deshalb vorzuwerfen ich hab einen Hass oder bin gegen ein ganzes Volk ist dermaßen dreist, das ich mich ernsthaft frag ob ihr unsere Message richtig verstanden habt ?!“ (Rechtschreibung i. Orig.).

Die insgesamt krude Mischung – da scheint es einige aus den entsprechenden Internet-Diskussionsforen auf die Straße verschlagen zu haben – ist in Nürnberg wie anderenorts anziehend für extrem rechte Kräfte, die offensichtlich toleriert werden. So wurden laut BeobachterInnen in Nürnberg mehrere Aktive der extrem rechten „Indentitären Bewegung“ gesichtet (die auch zur Teilnahme aufgerufen hat), ebenfalls Aktive aus AfD-Kreisen. Auch die Organisatoren und Moderatoren scheinen Politik- und Organisationserfahrung zu haben. Es handelt sich jedoch (noch) nicht um eine vereinheitlichte Bewegung. Widerspruch wird geäußert. So wurde einer der heutigen Redner, der die ukrainische rechtsradikale Partei „Swoboda“ verharmlosend darstellte, beklatscht und kritisiert, aber doch toleriert. Im Übrigen neigt man in den Kreisen dieser neuen „Friedensbewegung“ dann doch eher zu einer deutlichen Kritik an der offiziösen westlichen Sichtweise über die Entwicklungen in der Ukraine.“

Was ist die Identitäre Bewegung? Sie entwickelte sich in Frankreich um die neurechte Theorie des „Ethnopluralismus“. Ein Schwerpunkt ihres Kampfes richtig sich gegen eine vermeintlich drohende „Islamisierung“ Europas. „Mehr Rassismus als Bewegung“ analysiert der Journalist Roland Sieber die Identitären. Am 22. März soll nach einer Meldung auf „linksunten“ die IB-Deutschland mit Martin W. als Redner neben Udo Voigt (Gas geben), Olaf Rose u.a. an dem Europa-Kongress der NPD Jugend JN teilgenommen haben. Diese Meldung untermauert die neurechte Blaue Narzisse „Am Samstagvormittag sprach … ein Identitärer in Kirchheim.“

Die Identitären haben sich in Deutschland erst neu strukturiert. Die alten Ortsgruppen wurden zu regionalen Gruppen zusammengelegt. So ist die Ortgruppe Nürnberg in der Regionalgruppe Franken aufgegangen. Die IB-Franken wird von der Kameradschaft Unterfranken auf Facebook in einem Posting gegrüßt. Die Identitären haben keine Berührungsängste, grüßen zurück.

Aktivisten dieser Kameradschaft waren auf der 1. Mai Demo des Freien Netz Süd (FNS), bzw. der neugegründeten Neonazipartei III. Weg .

Auf ihrer aktuellen Facebook Seite wird darüber in Bild, Schrift und Video mit Titeln wie „“Hier marschiert der Nationale Widerstand!“ in Plauen“ berichtet. Der Kameradschaftsdachverband FNS setzt sich u.a. aus „fränkischen AktivistInnen der im Jahre 2004 verbotenen neonazistischen Dachorganisation „Fränkische Aktionsfront“ (FAF) zusammen“. Die Kameradschaft Unterfranken hat den Aufruf der IB-Nürnberg zum Protest gegen den islamischen Prediger Vogel in Nürnberg geteilt und die Identitären in ihrer Mobilisierung damit unterstütz.

Am 15. April hielt Ron F. auf der ersten Kundgebung der Nürnberger Montagsdemonstration eine kurze Rede unter dem Motto „Lasst uns etwas ändern“. Am 22. April sprach er darüber, wie seiner Meinung nach unserer Geldsystem funktioniert. Zins, Schuldenfalle waren Thema in seinem unstrukturierten Vortrag, in dem er feststellte: „Das einzige, was je wächst bei uns, in dieser Welt, ist ein Krebsgeschwür.“ Anders als Reichsbürger, die auf anderen Mahnwachen den vollen Wahnsinn von sich gaben, hält sich Ron ähnlich wie Elsässer bei seinem Auftritt in Berlin eher zurück. So ist er auch weniger angreifbar. Auf den Bildern der Montagsmahnwache sehen wir Ron F. , Sandra M. sowie H-k S. mit einem Identitären T-Shirt. Sandra schaffte es bei Vogel mal kurzzeitig in Großaufnahme in die Onlineausgabe der Nürnberger Nachrichten.

Freuten sich die Identitären über die Presseberichterstattung ihrer Anwesenheit auf der Kundgebung zu Pierre Vogel mit Postings wie „Da kann man mal sehen welches mediales Echo man erreichen kann!“, schien ihnen unser Artikel gar nicht zu schmecken. Kurz nach Erscheinen tobten sie auf ihrer FB-Seite der IB-Franken. War ihnen dieses Posting selbst zu peinlich? Wir wissen es nicht? Jedenfalls war es nach einigen Stunden wieder entfernt.

Skurrilitäten am Rande: Redner außer der Reihe war am 29. April Arthur. Er lebt in der Ukraine und soll sich kurz in Deutschland aufhalten. Er hielt eine Rede zur Situation in der Ukraine bzw. antwortete auf Fragen. Ob sich da die Nürnberger nicht einen Swoboda Vertreter auf diplomatischer Mission ins Nest gelegt haben? Arthur selbst weist unsere Vermutung in einem Kommentar zurück: „Ich habe nun mal wirklich nichts mit rechtem Gedankengut gemein.“ Seine Einschätzung wird von zwei weiteren Kommentaren auf der Seite der Nürnberger „Montagsmahnwache“ bestätigt. Mögen sich die LeserInnen selbst ein Bild machen.

„Die Rechte in der Ukraine, ich kenne Leute, die die Swoboda Partei gewählt haben, die haben andere Eigenschaften, als die Rechte bei uns. Mann muss ja bedenken, dass die Ukraine über Jahrhunderte vom Westen oder von Russland überfallen worden ist; geteilt worden ist, etc. … Sie sind nicht gegen Ausländer. Die Rechten sind nur dafür, dass die Wirtschaft auflebt, dass das Land einfach stark dasteht. Das wollen die Rechten. …. Ob die rechtsradikal sind, das weiß ich nicht so genau, wahrscheinlich weder das eine, noch das andere. ….Die haben andere Einstellungen. Also nicht, dass ich sie jetzt rechtfertigen würde.“

Überarbeitet am 11.5.14, 22:35

Mal was zum Lachen: Kommntare „Best of“ zur openPetition“ von Lars Mährholz zu Frieden in der Welt….
siehe openPetition „Mahnwachen in Deutschland“ – Kommentare – best of!

Zu Euromaidan, Medienzensur und den Hintergründen Grüner EU-Expansionspolitik und Konfliktzündelei siehe Me­di­en­zen­sur – Pro­pa­gan­da­krieg – Grüne Pu­tin­pho­bie und Kriegs­trei­be­rei


Hass statt Friede verbreitet Montagsquerfrontler Elsässer gegen die Antifa Montag­ler El­säs­ser: „Kein Frie­de mit der SAn­ti­fa!“

Wie die Wahnwichtel „Die Linke“ bashen, Firmenwebsides mit Verschwörungstheorien überfrachten und Kriegsangst schüren siehe Angst – Schrecken – Linken Bashing – UFOs – eine neue Offensive rechter Montagswahnwachtler!


Zu den Hintergründen einer nationalistischen ukrainischen Kundgebung in Berlin, weiterer Auftritte ukrainischer Neonazis in Deutschland sowie der Rolle der Grünen und der „Montagsmahnwachen dabei siehe Ukrainische Neonazi Demonstration in Berlin?

Zur Strategie und Einflussnahme der NPD auf die „Montagsmahnwachen“ siehe NPD- Die falschen Friedensfreunde!

Wie die Nazis für die Montagsquerfront werben und umgekehrt siehe Offene Werbung auf Nazi-Seiten für Montagsdemo!

Unsere Recherche zu dem Shop und seinen Geschäftsführer, der die KenFM Propaganda-Shirts vertreibt sowie zur Montagsquerfront und Gegendemo in Halle: KenFM Po­li­ti­cal­ly In­cor­rect und ein (ex)NAZI!

Zur Situation in Leipzig und den Naziaktivitäten rings um Montag den 28. April siehe Montagsdemo – Es geht doch: Leipzig erteilt Neonazi Sprechverbot!

Ein Bericht über den stattgefunden Volksquerfrontevent am Ostermontag mit seinem Vor- und Nachspiel findet sich hier Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront!

Zur Rolle der schweizer Anti-Zensur-Koalition (AZK) bezüglich der RednerInnen der Montagsquerfront siehe: rech­te Frie­dens­be­we­gung AfD PdV & Ho­lo­caust

Wie sich NPD und die Montagsquerfront aufeinander beziehen siehe: LechtsStattRinks – Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint?

Weitere Artikel und Stellungnahmen zur rechtsoffenen „Friedens“Bewegung sind auf unserer Facebook-Seite zu finden

Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte

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63 Antworten auf „Identitäre Bewegung Teil der Nürnberger „Montagsmahnwache““


  1. 1 Haimo Grebenstein 05. Mai 2014 um 17:12 Uhr

    Guten Tag,

    inhaltlich erschließt sich mir bei etlichen der vortragenen Behauptungen nicht, was sie mit den Mahnwachen zu tun haben (sollen). Das vorab.
    Zu meiner Person wurde schlecht recherchiert: Angaben teilweise falsch, teilweise outdated, teilweise Vermutungen, die nicht als solche gekennzeichnet werden. Man kann mich gerne dazu befragen, ich habe eine Mailadresse und gebe gern und umfänglich Auskunft zu allen mich betreffenden Aspekten.

    MfG
    Haimo Grebenstein

    Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte: Sie können gerne Angaben zu ihrer Person richtigstellen. Wir haben kein Problem, dies abzuändern.
    Die Nürnberger Mahnwache muss sich wie alle Mahnwachen irgendwann entscheiden. Zusammenarbeit mit der extremen Rechten oder nicht!

  2. 2 Leit Arts Photography 05. Mai 2014 um 19:53 Uhr

    Ich bitte alle Bilder, die von mir geschossen wurde, aus diesem Bericht zu entfernen. Ich bin sicher, das ihr euch mit dem Urheberrecht gut auskennt, oder?

    Grüße, Leit Arts Photografie.

    Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte: Uns ist nicht bewusst, dass wir eines Ihrer Fotos verwendet haben. Bitte teilen Sie uns mit, um welches es sich Ihrer Ansicht nach handelt.

    Interessant,schon zu Beginn so viel Gegenwind zu einem Artikel zu einem Städtchen im Süden zu erhalten. War die örtliche IB zu unbedarft und unvorsichtig? Fühlt sich das Orgateam unwohl? Wir berichen über das was geschieht. Für die Ereignisse tragt ihr die Verantwortung, nicht wir.

  3. 3 Haimo Grebenstein 05. Mai 2014 um 20:51 Uhr

    Guten Abend,
    ich weiß nicht, wie Sie Ihre Arbeit verstehen. Ist sie journalistischer Art, ist es eigentlich nicht _meine_ Aufgabe, unzureichende Recherche aufzufangen. Ich sehe es auch kritisch, dass der vorliegende Text bereits ohne entsprechende Anmerkung bezüglich Angaben zu mir (und anderen?) editiert wurde.

    Genau so kann ich die Frage zurück geben, warum die anwesenden Personen Ihrer – kann man Initiative sagen? – mit ihren anscheinend umfassenden Kenntnis nicht an die Veranstalter herantreten und möglicherweise auch die Option des Open Mic nutzen. So hinterlässt das schon seltsame Eindrücke: anscheinend ist jemand vor Ort und sieht sich das an, führt dann anhand gemachter Fotos/Videos (wahrscheinlich) oder vielleicht auch dem von _uns_ zur Verfügung gestellten umfangreichen Video-Material eine oberflächliche Recherche durch und wirft dann dem Veranstalter-Team einzelne Redner/innen ein bis drei Woche später vor? Hat ein bisschen was von Blockwart, finden Sie nicht?

    Offensichtlich ist das Konzept der Mahnwachen noch nicht bei Ihnen durchgedrungen. Die Orga ist rein technisch zu verstehen, jemand meldet die Veranstaltung an, wir kümmern uns um Equipment und sind lediglich Anlaufstelle für Anmeldung von Redner/innen. Der größte Teil der Redebeiträge kam auf allen drei Veranstaltungen von Personen, die vorher niemand kannte und die nur mit einem groben Themenbegriff umrissen waren. Es gibt kein weiteres Konzept, der Rest wird über Akklamation des Publikums geregelt. Die Mitglieder des Orga-Teams behalten sich vor, im Zweifelsfall einzuschreiten und als Anmelder Hausrecht auszuüben. Das war bisher nicht notwendig.
    Der zitierte Arthur auf der 3. Veranstaltung war schon etwas merkwürdig und ich habe das dann auch abgebrochen. Vielleicht sollte man aber auch der Vollständigkeit erwähnen, dass auch reichlich Gegenwind aus dem Publikum zu seinen Ausführungen kam. Gehört für mich eigentlich schon zu so einem Bericht…

    Abschließend: es gibt keine Zusammenarbeit, weder mit extremen Rechten noch mit anderen. Das Nürnberger Friedensforum – mit dem wir gerne zusammen arbeiten würden – hat auf unsere Anfrage bisher nicht reagiert.

  4. 4 Nazienkel 05. Mai 2014 um 23:50 Uhr

    Und wenn man denkt, komischer können diese Friedensdemos nicht mehr werden, kommt sowas…jetzt also auch noch diese bassigen Hipster-Faschos. Yeah!

    Von Ken Jebsen gibt es auch ein neues Video, veröffentlicht bei youtube vond en Alpenparlamentfuzzis. Mal wieder das übliche Geschwurbel.

    Krass ist der Text der Beschreibung, hier grob gekürzt, aber immer noch unglaublich. Aber der Ken und so haben ja nix mit Antisemiten, Antisemiten und so zu tun, gell?:
    „…Mit Hilfe deutscher Politiker, des deutschen Beamtentums, deutscher Richter, deutscher Staatsanwaltschaft, deutscher Leitmedien, deutscher Systemlinge bzw. HelfesHelfer, deutscher Polizei, wurden zig millionen Russen, Juden, Jugoslawen, Minderheiten usw. bestialisch umgebracht. Durch die Gleichschaltung der Medien, wurde gezielt ein verlogenes, menschenverachtendes Russen bzw. Judenfeindbild aufgebaut. (ähnlich wie heute erneut, medial das Russenfeinbild, und somit wird gleichzeitig auch eine Gefahr für die jüdische Minderheit, in Kauf genommen, da somit unterbemittelte ukrainische Faschisten, einen Freibrief zur erneuten Judenverfolgung, durch die westlichen heuchel „Rechtsstaaten“ bekommen haben. Und die sogenannten „Putinversteher“, (mehrheitlich auch Judenversteher zumindest Montagsdemobesucher, außer eingeschleuste rechtsgerichtete V-Polizisten und NPD Trittbrettfahrer), eigentlich die vernünftigen Bürger, welche geistig noch in der Lage sind, selbstständig zu denken und zu recherchieren, werden mit extremer Verlogenheit, von eigennützigen Systemlingseogoisten diffamiert und schon jetzt, werden willensstarke, westliche Widerstandskämpfer, welche sich für die russische und jüdische Minderheit in der Ukraine einsetzen, teilweise von Steinzeitpolizisten verfolgt ) Weitsichtig gesehen, sind viele Gegner, Denunzierer von sogenannten „Putinversteher, Russenversteher, Judenversteher“ eingeschworene Kollateralschadenbefürworter und somit Montagsgegner die eigentlichen, neurechten Verschwörer, da sie wissentlich die russische, jüdische Minderheit, durch ihr heuchlerisches Handeln, gefährden. Aber es ist nun mal unsere Pflicht, die rusische, jüdische Minderheit, mit all erdenklichen, gewaltverhindernder Methoden zu beschützen, da eben deutsche Polizisten und deren HelfesHelfer 6 millionen Juden und 20 millionen Russen ermordet haben. Nicht umsonst hat Ferkel, ihre anscheinend „Leibeigene“ Staatsräson, über Israel gelegt, was nicht ganz falsch war, aber besser hätte sie dafür plädiert, dass die mehrheitlich, vernünftigen BRD Bürger, es als Staatsräson ansehen, die ärmeren, jüdischen Bürger bzw. Holocaustüberlebende, welche auch in Israel von der Regierung und den Geldeliten unterdrückt werden, mit all erdenklich, friedlichen Mitteln zu beschützen. Atom U-Boote bringen dem jüdischen Volk keinen Frieden, schon gar nicht den Weltfrieden, fördert nur ein Wettrüsten, um die verbrecherischen Geldeliten und die jüdische Politikklasse, zufrieden zu stellen, welche eben nachweislich, die ärmeren jüdischen Bürger und sogar die Holocaustüberlebenden unterdrücken. Was für eine Heuchelei…“
    https://www.youtube.com/watch?v=PjajsMaR4CI

    Tja, soziologisch äusserst bedenklich, trotzdem erheiternd, wie zwanghaft die Antisemitismen dominieren. So dumm, dass es wirklich rückwirkend nach einem Morgenthauplan schreit…

  5. 5 Haimo Grebenstein 06. Mai 2014 um 6:34 Uhr

    Guten Morgen!
    Anmerkungen und Bitte um korrekte Berichterstattung sowie Aufforderung zur Mitwirkung sind Gegenwind? Merkwürdige Auffassung :-)

  6. 6 Administrator 06. Mai 2014 um 7:52 Uhr

    Herr Grebenstein,

    guten Morgen. Nachdem Sie uns bis jetzt an Fakten nichts weiter mitgeteilt haben, wurde von uns korrigiert, dass Sie nur bis Mai 2010 1. Vorsitzender des Heidentum Vereines waren. Sie waren wohl fast der erste, der diesen Artikel gelesen hat. Vielleicht haben Sie darauf gewartet. Es kamen aber auch andere Reaktionen. Obwohl wir in der Regel gut recherchieren können auch uns Fehler unterlaufen. Falls Sie solche finden, können Sie uns dies gerne mitteilen.

    Zum eigentlichen Sachverhalt gibt es bisher leider keine Stellungnahme. Einem Kommentator, der auf der Nürnberger Mahnwachenseite gepostet hat, dass die Identitären für die Veranstaltung werben, wurde u.a. entgegnet:

    „Mahnwachen für den Frieden – Nürnberg Lieber Bob, gibt es von dir auch eine Stellungnahme zur Ukraine oder den jüngsten Ereignissen dort?“

    Regensburg, Stuttgart, Aachen haben sich eindeutig gegen Rechts positioniert. Wir brauchen kraftvolle, breite Demonstrationen gegen den Krieg – aber keine die der deutschen Rechten als Türöffner zur Hegemonie und Gesellschaftsfähigkeit erlangen.

  7. 7 Haimo Grebenstein 06. Mai 2014 um 10:18 Uhr

    Ich habe auf nichts „gewartet“, ich habe ein Pingback zu diesem Artikel erhalten und habe ihn daraufhin gelesen.

    Ich frage noch einmal: welcher Sachverhalt? Kann das bitte konkretisiert werden?
    Eine klare Abgrenzung (neben anderen) befindet sich in dem angeführten fb-Thread bereits. Ich bitte _erneut_ darum, dass nicht nur _die_ Teilinhalte hier angeführt werden, die ins hier anscheinend gewünschte Bild passen, sondern Sachverhalte und Themen vollständig referenziert werden. Das ist kein „Gegenwind“, sondern lediglich das aus meiner Sicht berechtigte Anrecht des hier lesenden Publikums auf korrekte Berichterstattung.

    Vielen Dank!

  8. 8 Hopferwieser Martin 06. Mai 2014 um 14:20 Uhr

    Das in etwa die Hälfte der Redner KEINE Deutsche sind und sogar auf der letzten Mahnwache eine dunkelhäutige gesprochen hat, das wird mal getrost verschwiegen. Applaus!

    Glaubt Ihr wirklich, dass wenn der Krieg in der Ukraine ausbricht, man einfach mal für den Zeitraum Urlaub beantragen kann?!?

    Sorry, aber ihr habt das Klingeln noch nicht gehört! Auf den Mahnwachen geht es vorrangig um Friedenssicherung, ein gerechtes Zinssystem, eine wahre Berichterstattung in den Medien und FÜR ein soziales Miteinander.

    Mutig wäre gewesen, wenn ihr selbst aktiv geworden wäret, an Stelle feige einen Artikel mit Halbwahrheiten zu spicken und Dinge aus dem Zusammenhang zu reißen.
    Kommt heraus aus der Anonymität, schnappt euch ein Mikro und diskutiert mit uns von Auge zu Auge, WAS euch missfällt, WO Verständnisprobleme sind, in WELCHEN Punkten Klärungsbedarf herrscht und spielt nicht die andere Seite des alten „divide et impera“ Spiels.

    Wir sind gegen das System, nicht gegen Menschen!

    Danke

  9. 9 Nazienkel 06. Mai 2014 um 16:49 Uhr

    Aha…sogar eine dunkelhäutige^^ hat dort gesprochen…Waaahnsinn.

    Also, ich mache die Fähigkeit zu differenzierter politischer Betrachtung und Reflexion an keiner Hautfarbe fest. Leute mit Abgrenzungsproblemen können, ebenso wie Antisemiten, Rassisten und religiös/politisch Verwirrte, jede Hautfarbe haben. Es hat ja in Berlin sogar schon ein Exkommunist und ‚Schwulenlobbykritiker‘ gesprochen – da ist doch noch viel Raum.

    Jetzt mal ohne Ironie – ich finde es belustigend, wie beständig undifferenziert hervorgehoben wird, dass dort auch Leute mit Dreads, dunkler Hautfarbe oder Wunderkerzen im Hintern waren. Als ob dies etwas mit vorgebrachter Kritik und Betrachtungen zu tun hätte

    Abgesehen davon haben Sie die Kritik wahrscheinlich nicht verstanden – es geht nicht darum, dass jeder, welcher diese Mahnwachen besucht, ein Rechter, Rechtsextremer, Nazi oder Antisemit sein muss. Es geht darum, dass viele Organisatoren schon im Vorfeld nichts unternommen haben, um bestimmte Gruppen auszuladen, bzw. sich von ihnen abzugrenzen.

    Die „Berliner Mahnwache“, oder „Friedensbewegung 2014″, hat sich hier eher einladend verhalten. Ebenso wie die Thematik „für den Frieden und gegen die FED“ stark verkürzt und im Kern antisemitisch ist. Ebenso wie Hetzbilder gegen Rothschilds auf der website von Mährholz (dabrain) und die isolierte Betrachtung von Monsanto (als ob es keine deutsche Gentech gäbe) als – mal offene, mal verdeckte – Chiffren fungieren.

    Die Reden^^ von Elsässer Jebsen und Popp trieften nur so voller Opferstilisierung. Sehr geschmackvoll.

    „und spielt nicht die andere Seite des alten „divide et impera“ Spiels.“
    ->Was ist denn bitte die „andere Seite“ dieses Spiels?

    Jetzt mal im Ernst – fühlen Sie sich nicht komisch dabei, hier die von besagten Herren beständig gesülzte „Teile und Herrsche“-Mache nachzureden?

    Was kommt als nächstes? Cui bono^^?

  10. 10 Markus Schlammer 06. Mai 2014 um 22:30 Uhr

    Warum soll man Menschen bei diesen Mahnwachen ausladen? Das ist nicht das Konzept dieser Veranstaltungen und auch genau der Punkt, der nicht begriffen wird. Es bringt nichts jemanden auszuschließen, weil er sich falsch verhält. Man muss ihn einladen und mit ihm diskutieren, ihn fragen warum er sich so verhält und versuchen seinen Konflikt zu verstehen und gemeinsam zu lösen.
    Ich bin gegen Rassismus, Antisemitismus und diesen ganzen wirren Blödsinn. Aber ich glaube an den Menschen! Und meiner Meinung nach bringt es nichts ein Gruppe auszuladen, die dann beleidigt im stillen Kämmerchen auf noch größeren Unsinn kommt. Was dann dabei rauskommt haben wir im Dritten Reich gesehen. Wir müssen aufeinander zugehen und lernen uns zu verstehen. Ein Nazi kommt auch nicht als Nazi auf die Welt, sondern als Mensch. Und genauso wie er durch seine inneren Konflikte zu solchen kruden Ansichten kommt, kann er diese auch ablegen, indem er jene Konflikte löst.

  11. 11 Administrator 07. Mai 2014 um 9:14 Uhr

    Ein Nazi wird als Mensch geboren. Irgendwann wird er zum Nazi. Ist er noch kein Kader, kann mit ihm diskutiert werden. Aber mit einem gefestigten Nazi geht das nicht.

    Das was die willst, ist der Ansatz der aktzeptierenden Jugendarbeit. Der ist gescheitert. Die Nazis haben die Jugendzentren übernommen, nicht umgekehrt.

    Montag in München hat man gesehen, ein Redner umarmt den sich als Nazi erkkennen zu gebenden Karl Richter.

    Menschen die am Tag zuvor gegen Flüchtlinge vor deren Heimen hetzen und sie raushaben wollen, die will ich nicht am nächsten Tag neben mir stehen haben. Menschen, die vielleicht Tschäpe und die beiden Uwes beim Morden unterstützt haben – NSU ist nämlich ein ganzes Netzwerk. Ich muss den Nazi den Freiraum nehmen, ihn in seinen Keller zurück drängen, damit sowas wie das Dritte Reich nie wieder geschieht. Damals durften sie marschieren, erhielten zu wenig Widerstand.

  12. 12 Haimo Grebenstein 07. Mai 2014 um 10:16 Uhr

    Der neue Faschismus ist längst da. Der braucht gar keine „Nazis“ mehr…

  13. 13 Haimo Grebenstein 07. Mai 2014 um 11:47 Uhr

    Aber nichts desto trotz, um euch Arbeit zu sparen:
    Ja, wir wissen, dass gestern, am 6. Mai bekannte Gesichter aus der NPD da waren. Sie haben uns heute per Mail auch angeboten, zukünftig auf den Mahnwachen zu reden und dafür Werbung zu machen.
    Nein, wir werden die Angebote nicht annehmen.

  14. 14 Administrator 07. Mai 2014 um 13:30 Uhr

    Ersteres Posting stellt keine Verharmlosung von Faschismus und Nationalsozialismus dar?

    Zum zweiten:

    Sehr gut! Das ist doch schon einmal eine klare Aussage.

    Wurden die anwesenden, bekannten NPDlerInnen von der Kundgebung verwiesen?

  15. 15 Nazienkel 07. Mai 2014 um 13:42 Uhr

    „…meiner Meinung nach bringt es nichts ein Gruppe auszuladen, die dann beleidigt im stillen Kämmerchen auf noch größeren Unsinn kommt. Was dann dabei rauskommt haben wir im Dritten Reich gesehen.“
    ->Was ist denn das für ein geschmackloser Vergleich?!?
    ->Welche Gruppe wurde denn im Dritten Reich ausgeladen – und welchen „Unsinn“ „haben wir gesehen“?

    Im Dritten Reich beteiligte sich die „Volksgemeinschaft“ in breiter Front an dem Ziel, auf deutsche Weise Frieden zu schaffen. Einzig NSDAP-Mitglieder hätten dieses deutsche Wunderwerk nicht vollbringen können. So wie sie auch nicht ohne „Toleranz“ an die Macht gekommen wären.

    Und auch nun soll man darüber hinwegsehen, mit NAzis in einer Reihe zu stehen? WEil es um was größeres, zum bEispiel gegen das FED, ginge?

    Gehts noch?

    Was sie hier propagieren, ist nichts anderes als eine Querfront für einen ominösen „Frieden“. So als ob Frieden sich nur durch die Abwesenheit von Krieg definieren ließe. In Richters, Schüßlers, Elsässers oder Jebsens gepredigten friedlichen Zuständen möchte ich michtnicht befinden. Elsässeer, welcher vor drei Jahren noch die blutige Zerschlagung revolutionärer Tendenzen im Iran bejubelte („Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals [wollten] eine Party feiern. Gut, dass Ahmadinedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben“)
    ->Bei solchen Sprüchen sollte jedem von Euch friedensbewegten, aber leider scheinbar naiven und leichtgläubigen Optimisten, klar sein, dass mit solchen Menschen kein Blumentopf für einen ominösen „Frieden“ gewonnen werden kann.

    Frieden ist ebenso politisch, wie es der Krieg ist.

  16. 16 Haimo Grebenstein 07. Mai 2014 um 14:09 Uhr

    Antwort zu 1:
    Aus meiner Sicht: nein, eher eine Differenzierung. Ich trenne beide Begriffe sehr klar. Nationalsozialismus beinhaltet Faschismus, aber Faschismus geht auch ohne Nationalsozialismus, Rassismus etc.
    DAS ist damit gemeint. Ich verstehe Faschismus als den Gegenentwurf zum (üblichen) Konzept von Demokratie. Letztere beinhaltet im Kern die Teilhabe aller Menschen eines wie auch immer definierten „Staatsgebietes“ an der politischen Gestaltung und Selbstverwaltung (ich klammere der Einfachheit halber mal die Altersfrage aus). Faschismus dagegen beschränkt diese Teilhabe auf eine einzelne Gruppe/Kaste/Schicht/Partei/whatsoever…
    In Bezug auf Mussolini, der F. als Verbindung der Staatsmacht mit der Wirtschaftsmacht definierte, muss die heutige Konstellation in weiten Teilen der Welt aus meiner Sicht als im Kern faschistisch angesehen werden, nicht nur wegen Lobbyismus, sondern weil der tatsächlich gestaltende politische Zugang ausschließlich durch wirtschaftlich orientierte und gesteuerte Kreise ermöglicht wird.

    Es ist auch wichtig zu hinterfragen, ob der in vielen gängigen F.-Definitionen als essentiell angesehene Bezug zur „Nation“ in Zeiten multi-national agierender Konzerne und deren ebenfalls international verstreuter Anteilseigner tatsächlich so essentiell ist. Ich frage mich, ob nicht das kapitalistische Modell insgesamt/abstrakt diese Rolle der Übersteigerung angenommen hat, die Teil des faschistischen Unterbaus ist. Ich kenne Teile der Linken, die das so bejahen würden, aber Konsens ist das wohl nicht.

    Obige Aussagen sind meine persönliche Sicht, nicht notwenidgerweise die des Orga-Teams im ganzen, darauf lege ich Wert.

    Antwort zu 2:
    Nein, wurden sie nicht. Es gab keine Störung und kein Verhalten, das dies gerechtfertigt hätte anhand des derzeitigen Rahmens. Aber das ist status quo und kann zukünftig auch anders laufen, es gibt darüber Diskussionen im Team. Eventuell werden wir auch ein geändertes Verfahren für die Auswahl der Redner/innen einführen. Panta rei.

  17. 17 Isabel 07. Mai 2014 um 14:12 Uhr

    Ihr macht mich traurig!

    Meine politische Erziehung und Einstellung war mein Leben lang Links! Mein Elternhaus SPD geprägt meine Richtung immer nah an der Gewerkschaft. Meine Erfahrungen in den 80er Jahren wurden geprägt durch Friedensmärsche, Demos gegen Atomkraft und gegen die Faschos.

    Und jetzt? Jetzt stehe ich auf der Mahnwache in Nürnberg und höre mir an was dort gesprochen wird. Ich erlaube mir zu differenzieren und zu kritisieren und nicht immer mit den Rednern einer Meinung zu sein.

    Aber ich hebe meinen Arsch aus dem Internet auf die Straße! Weil ich Angst habe! Angst, dass ich das erlebe, was mir mein Vater vom 2. Weltkrieg erzählt hat.

    Wer von den Montagsmahnwachenkritikern hat denn inzwischen eine Veranstaltung für den Frieden (natürlich politisch Korrekt) organisiert? Ich würde gerne kommen!

    Das Einzige was wirklich zählt, ist, dass keine Menschen sterben, keine Bomben fallen, keine Leichen auf den Straßen liegen, egal in welchem Land…

    Bitte hört auf mit belanglosen Streitereien und besinnt euch auf das Wesentliche!

    Den Frieden

    Danke

  18. 18 Administrator 07. Mai 2014 um 15:19 Uhr

    Dass Faschismus auch ohne Rassimus geht ist eine erstaunliche These. Selbst Kapitalismus geht nicht ohne Rassismus.
    Zum Faschismus gehörte immer eine Massenbewegung. Es werden auch schon Stimmen laut, die diese Massenbewegung in der neuen Friedensbewegung sehen. Wir würden dagegen abstreiten, dass was im Moment auf den Straßen geschieht als soziale Bewegung zu bezeichnen. Dazu ist diese Entwicklung noch viel zu jung und die Beteiligung momentaan eigentlich ziemlich gering.

    Ihre ökonomisch/politische Beschreibung hat unserer Meinung nach eher was mit Kapitalismus als mit Faschismus zu tun. Die Monopolbildung schreitet immer weiter voran.

    Zu 2. sind wir gespannt. Diesen Samstag findet in Stuttgart wieder eine Kundgebung statt. Die Stuttgarter haben sich von Berlin abgekoppelt.Bei der letzten waren 800 bis 1.000 Menschen. Die wohl größte nach Berlin. In München waren es dagegen mit NPV-Vize Richter nur ca. 150. Es gibt unserer Meinung nach ein großes Potential an Menschen, die gegen den Krieg und die Kriegstreiber in Berlin, Brüssel und Washington demonstrieren wollen, aber nicht zusammen mit Nazis, und nicht mit antisemitischen Phrasen.

    Letzteres war auch an dich Isabel mit gerichtet. Daneben fanden z.B. bundesweit die Ostermärsche statt – warst du da?

    Und ja, jetzt wird die Gefahr des 3. WK beschworen. Es wird sich auf die Ukraine konzentriert. Täglich sterben schon allein in Afrika tausende von Menschen in kriegersichen Auseinandersetzungen oder des Hungers! Und nicht nur in der Ukraine paktiert und paktierte die Bundesregierung mit Mördern. Diesmal allerdings mit faschistischen, teils paramilitärisch orgnanisierten Mördern (Wo wir wieder beim Begriff Faschismus wären).

    Ich kann dich verstehen Isabel, Harmonie ist etwas schönes, aber darüber zu streiten, ob mit NationalsozialistInnen hier gegen die FaschistInnen in der Ukraine zusammen demonstriert wird oder nicht ist leider keine „belanglose Streiterei“

  19. 19 Nazienkel 07. Mai 2014 um 15:32 Uhr

    @Isabel

    Ja – den in anderen Ländern Krieg führenden oder sich im Krieg befindlichen Menschen werden die Friedensdemos in Deutschland bestimmt extreeem wichtig sein. Zum Beispiel den Menschen in Syrien werden Eure Friedenswünsche bestimmt viel bringen. Auch den in Nigeria entführten Schulmädchen wird ob Eurer „Aktivität“ bestimmt hoffnungsvoll warm ums Herz.
    (Ironie off)

    Was sollen denn Eure Aufläufe, bei denen links und rechts sich friedlich ander Hand fassen soll, zu Frieden“" in anderen Ländern beitragen?

    Wieso werden die Friedensrufe^^ dann mit Hetztiraden gegen Amerika und das FED, „gleichgeschaltete (System-)Medien“ (wie geschmackvoll) und Aufklärung^^ über das Gebaren der Familien Rothschild oder Rockefeller unterlegt? Oder mit „Free Palastine“-Plakaten gewürzt?

    Wieso lässt man, z.B. in Berlin, (Rechts-)Populisten, wie Elsässer, Popp, Jebsen, an die Mikrofone?

    Wegen der gesunden linken Einstellung?

    „Bitte hört auf mit belanglosen Streitereien und besinnt euch auf das Wesentliche!“
    ->Was ist denn „belanglos“?
    ->Ob ich mit Antisemiten, Holocaustleugnern und Fremdenfeinden stehen möchte – geschweige denn solchen Typen zujubeln möchte?

    Ich nenne dies politische Verwarlosung…

    Zum Einen schützt ein „linkes“ oder sozialdemokratisches Elternhaus nicht davor, einem verkürzten Anitkapitalismus aufzusitzen. Zum Anderen solltest Du, wenn DU „Angst“ davor hast, was Dir den Vater (seltsam, wie alt bist Du denn?) über den Zweiten Weltkrieg erzählte, vor allem bedenken, wie es zu diesem kam. Nur so als Tipp – der hatte nichts mit dem Goldstandard, der FED, oder den Rothschilds zu tun. Sondern mit jeder Menge Jubeldeutschen. Und Menschen, die für den deutschen Frieden anderen Volkskameraden friedlich die Hand reichten…

    Wenn DU also, ISabel, vor so etwas wie „WWII“ Angst hast – dann solltest Du dich mit Antisemitismus beschäftigen, damit, warum damals so ziemlich jeder mitmachte, schwieg, oder floh. Bevor Du aber auch hier irgendwelchen Geschichten aufsitzt – die allermeisten machten mit.

    Warum könnt Ihr Aktivisten^^ in Nürnberg denn dann doch nicht einmal „Identitäre“ vom Rednerpult fernhalten?
    Warum sieht man so tolle „Angst vor Islamisierung“-Plakate?

    Macht doch mal eine ‚Lichterkette für den Frieden – aber wunder Euch nicht, wenn das Ganze in einen Fackelmarsch ausartet…

    Wie gesagt – politische Verwarlosung.

    (Ironie on)
    Frieden – zusammen mit Ausländerfeinden, Verschwörungsgläubigen und Antisemiten, lässt sich dieser bestimmt verwirklichen.

  20. 20 Markus Schlammer 07. Mai 2014 um 15:42 Uhr

    - Welche Gruppe wurde denn im Dritten Reich ausgeladen – und welchen „Unsinn“ „haben wir gesehen“? -

    Es ist Unsinn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihren Ansichten zu diskriminieren. Das haben wir im Dritten Reich gesehen.
    Die Gruppe von der ich spreche heißt DAP, auch später bekannt als NSDAP. Diese wurde in der Weimarer Republik verboten und nicht ernst genommen. Es wurde kein öffentlicher Diskurs gesucht, was ein Fehler war.

    - Und auch nun soll man darüber hinwegsehen, mit Nazis in einer Reihe zu stehen? WEil es um was größeres, zum bEispiel gegen das FED, ginge? -

    Das habe ich nicht behauptet. Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe. Man soll eben nicht „darüber hinwegsehen“, sondern entschieden auf diese Personen zugehen, um die Diskussion mit ihnen zu suchen. Es wurde auf keiner Mahnwache, die ich besucht habe, rechtsextremer Inhalt propagiert und falls es doch passieren sollte, bin ich sicher nicht der Einzige, der sich dagegen wehrt.
    Auch hier das Angebot: Kommen sie zur Mahnwache und überzeugen sie sich selbst. Wenn ihnen etwas nicht passt dann sagen sie es und konfrontieren uns damit, anstatt dies nur über Tastatur zu tun.

    - Was sie hier propagieren, ist nichts anderes als eine Querfront für einen ominösen „Frieden“. So als ob Frieden sich nur durch die Abwesenheit von Krieg definieren ließe. -

    Auch hier kann ich nur empfehlen einmal bei einer Mahnwache vorbeizukommen und sich die Beiträge einfach mal anzuhören und dann zu diskutieren.
    Hier zeigt sich auch, dass sie sich wenig mit diesen Mahnwachen auseinander gesetzt haben. Eine Kernbotschaft ist eben nicht, dass „Frieden sich nur durch die Abwesenheit von Krieg definieren“ lässt, sondern, dass wieder ein friedliches Bewusstsein geschaffen werden muss, indem wir unsere Gesellschaft darauf ausrichten gemeinsam voranzukommen und nicht durch brutalen Wettbewerb.
    Ich verweise hier auf das „Nichtkampf-Prinzip“ von Rüdiger Lenz. Es schadet auch nicht sich nochmal mit dem Humansimus auseinanderzusetzen.

    - Bei solchen Sprüchen sollte jedem von Euch friedensbewegten, aber leider scheinbar naiven und leichtgläubigen Optimisten, klar sein, dass mit solchen Menschen kein Blumentopf für einen ominösen „Frieden“ gewonnen werden kann. -

    Ich finde die meisten Ansichten Elsässers äußerst fragwürdig. Hier verweise ich auf einen Artikel aus dem dem Neuen Deutschland“ von Attac-Aktivist Pedram Shahyar:
    http://www.neues-deutschland.de/artikel/931937.die-friedensbewegung-trifft-sich-montags.html

    Ich zitiere:

    „Sicher: Es gibt Argumentationsmuster, die nach rechts offen sind. Vor allem am Anfang waren Linke kaum präsent. Die Rolle von Rednern wie Jürgen Elsässer konnte so unwidersprochen aufgebauscht werden. Dennoch: So real die Gefahr einer rechten Dominanz in dieser Bewegung auch ist, sie wird völlig überschätzt.“

    Versteht mich nicht falsch Leute. Ich finde es gut, dass ihr auf dieses Thema hinweist. Zurecht. Aber man sollte die unübersehbaren und überwiegend wertvollen Gedanken dieser Bewegung nicht ingonieren, nur weil ein paar Idioten sich profilieren wollen.
    Es reicht eben nicht einmal im Jahr Ostermärsche abzuhalten. Das ist zu wenig!

  21. 21 Kerry Ann Justice 07. Mai 2014 um 17:58 Uhr

    Hallo,

    ich war das erste Mal vor 2 Wochen auf der Nürnberger Mahnwache und ich sage nur eins dazu:

    Wir laden euch hiermit herzlich Willkommen euch zu erkennen zu geben und euch Hautnah Informationen einzuholen. Habt keine Angst, wir sind keine Nazis, neurechten, Faschisten, Antisemiten und was es nicht noch für weitere Namen für uns gibt. Wir sind auch KEINE Querfront, wir werden euch nicht weg jagen und auch nicht verfolgen oder verprügeln. Wir stehen friedlich für den Frieden ein.

    Bitte kommt, wir lassen euch auch gerne nachbohren und fragen soviel ihr wollt. Ihr bekommt all die Informationen die ihr haben wollt und zwar von der direkten Quelle und nicht hören sagen.

    Liebe Grüße,
    Kerry Ann Justice

  22. 22 Yannik 07. Mai 2014 um 18:15 Uhr

    Hallo zusammen,

    ich finde den ganzen Artikel wirklich beschämend.
    Wir stehen auf der Strasse, weil für uns das was vor unseren Augen u.a. in der Ukraine passiert völlig inakzeptabel ist.
    Wir stehen für Frieden. Überall. Wer das nicht kapiert und meint er müsse auf den Zug der Maintream-Presse mit aufspringen, der muss halt tun was er nicht lassen kann. Nachzuvollziehen ist das nicht, aber erzählt mir nicht, dass ihr gegen Gewalt seid.

    Ein weiteres möchte ich noch ansprechen, nachdem ich ja im Artikel als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet wurde.
    Von welche „Theorien“ habe ich denn auf der Mahnwache gesprochen? Wer zugehört hat weiß, dass ich eine Reihe Zitate gebracht habe, die keinerlei Interpretation zulassen und wohl mehr als selbstredend sind.
    Dafür den mittlerweile mehr als nur „ausgelutschten“ Begriff des „Verschwörungtheoretikers“ ist ein journalistischer Offenbarungseid, solange ihr die angeblichen Verschwörungstheorien nicht zweifelsfrei widerlegen konntet.

    Ich fänd’s begrüßenswert, wenn ihr aus der Anonymität heraus treten und zu den Mahnwachen kommen würdet. Auch euch steht das Mikrofon jederzeit offen.

    Peace,
    Yannik

  23. 23 Haimo Grebenstein 08. Mai 2014 um 9:32 Uhr

    @Administrator:
    Ich kann da nicht folgen. Es erscheint mir nicht nur in diesem Zusammenhang, dass Begriffe wie Faschismus, Rassismus etc., aber natürlich auch solche wie Demokratie reichlich inflationär verwendet werden – das ist nicht hilfreich…
    Zum Thema „Faschismus ohne Rassismus“ empfehle ich einen Blick auf die Entstehung und Entwicklung des Faschismus auch über die Grenzen Deutschlands hinaus.
    Ebenfalls: „Kapitalismus geht nicht ohne Rassismus“ – da kann ich nur auf eine Begriffsverwirrung schließen. Kapitalismus bedeutet in erster Linie Ausbeutung – ich stelle mal die These auf, dass dem Ausbeuter völlig wurscht ist, WEN er ausbeutet oder WO. Da ist Rassismus einfach ein völlig falsches Wort…

    Ein anderer Aspekt, um eine inhaltliche Diskussion zu führen, ist die Trennung von theoretischem Unterbau und praktischer Umsetzung. Ich zumindest lege da Wert drauf. Kommunisten/Sozialisten wehren sich ja – übrigens völlig zu Recht – dagegen, dass die Theorie des Kommunismus/Sozialismus ausschließlich an der praktischen Entwicklung des „real exitierenden Sozialismus“ im ehemaligen Ostblock, China etc. pp. gemessen wird. Ich denke, das sollte man auch bei der Betrachtung der üblicherweise rechts verorteten Ideologien berücksichtigen.

    Tatsächliche gesellschaftliche Prozesse und Phänomene sind allerdings immer vielschichtig und lassen sich praktisch nie auf einzelne theoretische Konstrukte reduzieren. Ich bitte ausdrücklich darum, neue Phänomene wie z.B. die Mahnwachen unter dieser Prämisse zu betrachten und zu analysieren.

    Ja, es gibt sicherlich in dieser Bewegung auch Analysen und Denkansätze, die man _auch_ im rechtsextremen Lager findet. Ich begründe das gern mit meiner „Kochtopf-Theorie“: unsere Gesellschaft wird auf mittlerer Flamme gekocht (im Endstadium des Kapitalismus) und gleichzeitig wird durch mediale Dämpfung und Überwachung/Kontrolle der Deckel drauf gehalten. Es ist klar, dass dann der Druck durch die Ränder (alle) entweichen muss und wird.
    Es ist leider so, dass weite Teile der heutigen Linken – wohl mit Blick auf die medial angeordnete „Politikfähigkeit“ – sich in den politischen Mainstream einbinden lassen. Den Effekt kennen wir ja bereits von den Grünen – aber ich verurteile ihn dennoch.
    Ich persönlich lasse mir meine Denke von niemandem vorschreiben und formuliere meine Gedanken nicht deshalb NICHT, weil Teile dieser Gedanken _auch_ auf der rechten Seite formuliert werden. Es ist ja durchaus möglich, auf ganz unterschiedlichen Wegen zum gleichen Ergebnis zu kommen. Ich kann schlecht sagen, vier plus vier sind auf gar keinen Fall acht, bloß weil ein Nazi sagt, es wäre so…

    Daraus zu schließen, ich betriebe „Zusammenarbeit“ mit rechtsextremen Kreisen, ist schlicht ein Denkfehler. Mein Ideal ist eine offene, pluralistische und dezentral organisierte Gesellschaft. Ich denke, auch wenn ich in der Diskussion Wert auf sorgfältige Betrachtung von Ideologien Wert lege, dass wir uns von Ideologien insgesamt verabschieden und als Basis lediglich gemeinsame Grundwerte-Standards verwenden und durchsetzen sollten. Die liegen ja seit nunmehr 66 Jahren vor und sind seitdem niemals auch nur annähernd umgesetzt worden. Ideologien haben den Nachteil, dass sie immer auf einem Idealbild „des Menschen“ aufbauen. Ich denke eher systemisch und würde mir wünschen, dass wir bei der Gestaltung unserer Gesellschaft(en) beücksichtigen, dass so ein „Idealbild“ zwar angestrebt, aber niemals vollständig erreicht werden kann. Auf systemischer Ebene kann man das berücksichtigen, aber dazu ist eine offene und unvoreingenommene Diskussion von Themen unerlässlich – natürlich auf der Basis des genannten Grundwerte-Standards.

  24. 24 Administrator 09. Mai 2014 um 12:50 Uhr

    @Haimo Grebenstein

    „Ebenfalls: „Kapitalismus geht nicht ohne Rassismus“ – da kann ich nur auf eine Begriffsverwirrung schließen. Kapitalismus bedeutet in erster Linie Ausbeutung – ich stelle mal die These auf, dass dem Ausbeuter völlig wurscht ist, WEN er ausbeutet oder WO. Da ist Rassismus einfach ein völlig falsches Wort…“

    Zum Kapitalismus gib es verschiedenste Theorieansätze. Ihn einzig und allein auf die ökonomische Ebene zu begrenzen, halten wir für verkehrt. Teil des Kapitalismus ist der Rassismus, er dient der Spaltung und Unterdrückung. Und Teil des Faschismusses sowieso, auch in Italien – auch wenn der italienische Faschismus immer wieder als nicht rassistisch bezeichnet wird. Dies geschieht im Vergleich zum Nationalsozialismus. Da besteht ein gravierender Unterschied. Rassismus ist ebenso eine eigenständige Ideologie und Struktur, der mit der Beseitigung des Kapitalismusses nicht automatisch ebenfalls wegfallen würde.

    „Ich kann schlecht sagen, vier plus vier sind auf gar keinen Fall acht, bloß weil ein Nazi sagt, es wäre so…“

    Kein Problem. Problem wird es nur dann, wenn ich sage, schaut mal der Karl Richter, NPD-Vize, sagt 4+4=8, das ist aber ein aufrechter Abgeordneter.

    „Ich denke eher systemisch und würde mir wünschen, dass wir bei der Gestaltung unserer Gesellschaft(en) berücksichtigen, dass so ein „Idealbild“ zwar angestrebt, aber niemals vollständig erreicht werden kann.“

    Daher auch der Begriff der „permanenten Revolution“.

    Von der schon seit Ewigkeiten gepredigten Zusammenbruchstheorie „im Endstadium des Kapitalismus“ halten wir nicht so viel. Kapitalismus ist wandelbar. Das Weltsystem wandelt sich. Alte Akteure steigen ab, neue auf, wie schon seit Jahrhundert.

    Aber, sollte es doch dazu kommen, so haben sich in der Vergangenheit meist die reaktionärsten Kräfte durchgesetzt. Nicht zuletzt die Ukraine ist ein Beispiel dafür, für das Blutbad an DemokratInnen und Linken durch eine extreme faschistische Rechte, die durch die Maidan Querfront erstarkt ist.

  25. 25 Haimo Grebenstein 09. Mai 2014 um 13:38 Uhr

    Gut, das sind jetzt Bereiche, über die man unterschiedlicher Ansicht sein kann und darf, und über die in vielfältiger Weise diskutiert wurde und wird. Ich sehe es ebenfalls als große Gefahr an, dass im Falle eines Zusammenbruchs (ob und wodurch auch immer) das „Alte“ erneut die Oberhand behalten wird. Genau aus diesem Grund werden in unserer Bewegung auch Themen und Denkansätze angesprochen, die üblicherweise unterdrückt und/oder vernachlässigt werden, was ich als Fehler bezeichne.

    Ich würde das an dieser Stelle auch jetzt gern beenden. Um auf den konkreten Anlass zurück zu kommen: gerade im Moment behandeln wir ein Papier mit „Veranstaltungsregeln“, welches in seiner endgültigen Form im Laufe des Wochenendes veröffentlicht werden wird. Wartet das also bitte ab – Danke!

  26. 26 Arthur 10. Mai 2014 um 8:26 Uhr

    Guten Tag,
    ich bin derjenige Arthur, der auf der Mahnwache gesprochen hat. Was fällt Ihnen eigentlich ein, in mir einen Swoboda-Vertreter zu vermuten? Ich habe nun mal wirklich nichts mit rechtem Gedankengut gemein. Wie wäre es mit objektiver Bewertung von Gesagtem, anstatt blinder Diffamierung? Sie kennen mich doch gar nicht!
    Arthur

  27. 27 Kerry Ann Justice 10. Mai 2014 um 19:03 Uhr

    Guten Tag,

    ich schätze hier muss ich @Administrator schreiben, damit man eine Antwort bekommt. Ich hatte sie bereits herlichst eingeladen sich vor Ort zu informieren. Wieso nehmen Sie sich das Recht heraus weiter Propaganda zu schreiben, ohne auf eine Aufforderung zur Recherche wahrzunehmen. Sie Sind doch Bürgerinnen und Bürgern gegen extreme Rechts, ja dann recherchiert doch mal richtig. WIRKLICH VOR ORT. Wir sind doch dafür offen. Wir werden vorne und hinten diffamiert ohne das sich (in Nürnberg) auch nur ein mal jemand gemeldet hat um Fragen zu stellen, geschweige denn sich wirklich die KOMPLETTE Mahnwache anzuhören. Es tut mir Leid, dies zu sagen, aber Sie Verhalten sich nicht besser als die Medien. Hier nochmal, für den Fall, dass Sie meine Einladung überlesen haben (obwohl sie noch oben steht, unkommentiert):

    Kerry Ann Justice 07. Mai 2014 um 17:58 Uhr

    Hallo,

    ich war das erste Mal vor 2 Wochen auf der Nürnberger Mahnwache und ich sage nur eins dazu:

    Wir laden euch hiermit herzlich Willkommen euch zu erkennen zu geben und euch Hautnah Informationen einzuholen. Habt keine Angst, wir sind keine Nazis, neurechten, Faschisten, Antisemiten und was es nicht noch für weitere Namen für uns gibt. Wir sind auch KEINE Querfront, wir werden euch nicht weg jagen und auch nicht verfolgen oder verprügeln. Wir stehen friedlich für den Frieden ein.

    Bitte kommt, wir lassen euch auch gerne nachbohren und fragen soviel ihr wollt. Ihr bekommt all die Informationen die ihr haben wollt und zwar von der direkten Quelle und nicht hören sagen.

    Liebe Grüße,
    Kerry Ann Justice

    Die Einladung wird hiermit ein ZWEITES mal ausgesprochen, bitt zeigen Sie doch Interesse an der Recherche und kommen Sie am Dienstag.

    Mit freundlichen (diesmal hoffentlich auch gelesenen) Grüßen,
    Kerry Ann Justice

  28. 28 Administrator 11. Mai 2014 um 10:37 Uhr

    Allen einen wunderschönen Sonntag. Viel Liebe und Kraft. Lasst eure Seele frei und sucht das Gute! Ihr schafft das – ihr Lieben – ihr könnt das!
    Kerry Ann Justice, wir wissen, Du bist erwacht. Du weißt, dass Chemtrails Chemtrails sind. Die vielen noch nicht Erwachten, die Schläfer(?) willst Du erwecken. Oh – wir sind hellwach! Wir müssen nicht erwachen, um zu erkennen, dass Du in Deiner eigenen Gedankenwelt gefangen bist. Und wir nennen es Verschwörungstheorie, und du wirst aufschreien, die Verschwörer, die Ungläubigen seien wir! Wir wissen, Du willst nichts Böses, dein Antrieb liegt in Deinem Kamp für das Gute. Aber ist es das wirklich? „Es gibt immer 3 Seiten einer Geschichte wurde mit beigebracht, die eine Aussage, die andere und die Wahrheit. Ich denke wir müssen uns auch wieder dafür öffnen, auf die 3 Seiten zu achten“ schreibst Du auf Deiner Gruppenseite. Gegen die Wahrheit kommen wir schlecht an.

    Teil 2
    Wir sollen recherchieren. Was stimmt denn an unserem Artikel faktenmäßig nicht? Bilder und Reden von Nürnberg sind alle auf der wirklich gut gemachten Seite vorhanden. Und ja, es gibt viel schlimmere Mahnwachen als in Nürnberg. Niemand von uns, wird auf eine Kundgebung in welcher Stadt auch immer gehen und dort öffentlich diskutieren. In Hamburg wurde das Auto eines kritischen Journalisten des Nächtens angegriffen. Der Staatsschutz ermittelt.

    Teil 3
    Du klingst hier so zuckerzart, soft, nett und offen. Die andere Seite der Kerry Ann Justice (welch Name!) sieht auf der Berliner Facebook-Gruppe der Mahnwachen (bzw. letztes Zitat deiner eigenen Gruppenseite) ganz anders aus:

    „Kerry Ann Justice Stefan was du hier betreibst ist Verleumdung, dessen sollten du dir sehr bewusst sein, wenn du mit Sätzen wie “ Ihr macht gemeinsame Sache mit Nazis!“ usw. Sei dir deiner Straftat bewusst. Das ist diffamierung genau wie die scheisse der Medien. Werter Pirat, haben sie sich einmal eine Mahnwache aus ihren eigenen augen angesehen und zugehört? Oder sind sie auch vom hören-sagen beeinflusst?“

    „Kerry Ann Justice sonst SCHNAUZE JETZT“

    „Kerry Ann Justice Du willst Argumente bringen und Ken Jebsen und Compact sind nicht die Videos der Mahnwachen, willst du die Seite mit Informationen? Ich geb dir die direkte Seite der Mahnwachen Nürnberg mit Videos und Informationen, ohne Ken Jebsen Seiten oder Compact. Du hast nichts beantwortet und du hast kein Rückrat und begehst IMMERNOCH Verleumdung. Lies mal das Gesetz verdammt du hast keine Ahnung von nichts, außer deiner Ausweichreden, die du am besten noch von der Angie abgeschaut hast. Sagst du beim Freihandelsabkommen auch nur „Neue jobs, Wirtschaftswachstum““

    „Kerry Ann Justice Hoffen wir doch mal, dass sie gerade stehen müssen für ihre Lügen und für den Rufmord den sie an uns begehen. Wenn man es genau betrachtet, könnten wir alle Medien die uns diffamieren für Verleumdung anzeigen. Denn die „lieben,tollen“ Medien begehen eine Straftat an uns.“

    Diskussion dürfte sinnlos sein, da wir Unwissenden der Wahrheit widersprechend ja nur Lügen können.

  29. 29 Hopferwieser Martin 11. Mai 2014 um 12:07 Uhr

    Bzgl. Chemtrails:

    Realitätsverweigerung oder „kognitive Dissonanz“ sind auch keine erstrebenswerten Attribute :) . Aber Spass bei Seite, wir wollen hier ja sachlich bleiben.

    1.) Ein Beitrag über GEO-Engineering aus dem EU-Parlament:

    http://youtu.be/HlOMH97acIM

    2.) sowie einer aus der UNO in NY, wo explizit auf „Chemtrails“ eingegangen wird:

    http://youtu.be/wLN5-vtqwBQ

    3.) Krisen Meghan (Whistleblowerin/Ex-Militär) zu Geo-Engineering:

    http://youtu.be/jHm0XhtDyZA

    4.) Und zu guter letzt, eine kleine Auswahl an (ca. 260) an US-Patenten hinsichtlich Geo-Engineering:

    http://www.geoengineeringwatch.org/an-extensive-list-of-patents/

    Natürlich sind nicht alle Streifen am Himmel Chemtrails, aber eines ist dennoch Fakt, dass die auch irgend einen Mist über unseren Köpfen versprühen und v.a. dies über unsere Köpfe hinweg entscheiden und das ist nicht tragbar und akzeptabel.

    Schönen Sonntag noch und an alle Muttis, „schönen Muttertag“ ;) .

    lg

  30. 30 Haimo Grebenstein 11. Mai 2014 um 12:52 Uhr

    Ah, jetzt sind wir also wieder bei Chemtrails. Tolle Verschwörungstheorie…
    Werter Administrator, ich lasse Ihnen gern mal eine Studie aus dem Jahr 2010 der Fa. Aurora zukommen (www.aurora.aero). Die bauen z.B. auch Drohnen.
    In diesem knapp 90-seitigen Werk, das sicherlich sechsstelliges Geld gekostet hat, geht es lediglich um ein Thema: welches ist die günstigste (nicht billigste) Variante, um Chemikalien zum Geo-Engineering in die Atmosphäre zu bekommen. Das Ergebnis: derszeit die mit Abstand günstigste Methode ist die Einbringung mit konventionellen Transport- und Verkehrsflugzeugen. Noch besser wäre das Verfahren mit einem noch neu schaffenden Flugzeug-Typ, für dessen Design Ideen entwickelt wurden. Das Ganze wird entwickelt nach streng wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kriterien.

    Natürlich ist das noch kein BEWEIS für eine bereits jetzt praktizierte Einbringung, das muss mir jetzt keiner dagegen halten. Jedoch: eine Firma, die wohl unbestreitbar dem sog. „militärisch-industriellen Komplex“ angehört, wird kaum ein teures Projektteam verbraten, wenn sie nicht ganz klar einen eigenen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen will. Oder sehen Sie das anders?

    Weiter:
    natürlich gibt es keine „Wahrheit“ – siehe meine Ansprache auf der ersten Mahnwache dazu. Wir suchen also nach einem neuen Wort für (einigermaßen) umfassende und neutrale Berichterstattung. Dass es die niemals ohne eine gewisse subjektive Einfärbung geben wird, steht natürlich außer Frage.

  31. 31 Administrator 11. Mai 2014 um 14:20 Uhr

    Verschwörungen entstammen nie dem luftleeren Raum. Sie greifen Fakten auf, wie in dem Fall Geo-Engineering Forschung. Darauf wird dann eine krude, Angst fördernde (ganz wichtig) Melange zwischen dem i-Tüpfelchen Fakten und dem darum aufgebauten Wahn entwickelt.

    Warum soll eine kleine, junge Firma nicht Geld in eine Studie zum Geo-Engineering stecken. Geforscht wird zu vielen Dingen. Wenn ich dann auf Flugblättern im Netz als Beweis für Chemtrails lese, dass der Himmel nicht mehr blau ist, frage ich mich, welche Brille haben die denn auf, wenn sie sich draußen Aufhalten.

    Wir wissen, wer in der Theorie gefangen ist, kann ihr so leicht nicht entkommen. Diejenigen sind erwacht, sind eins, hoffen die Ungläubigen bekehren zu können. Steckt hinter all dem eine religiöse Sekte, Ivor Saasek oder wer auch immer? Ist eine unserer Hypothesen, die es zu verifizieren oder zu widerlegen gälte.

  32. 32 Haimo Grebenstein 11. Mai 2014 um 15:59 Uhr

    „Steckt hinter all dem eine religiöse Sekte, Ivor Saasek oder wer auch immer?“

    Nein, es ist viel einfacher…
    Es gibt einen Schritt, gewissermaßen, der ziemlich einschneidend ist. Ich verweise mal auf Kerry Anns’s ersten Redebeitrag vom 22.04.2014:
    https://www.youtube.com/watch?v=ZJTR4UEvcyI
    Eine ähnliche Erfahrung berichtet Stephan in Wien:
    https://www.youtube.com/watch?v=vSslVtkUIEA

    Viele dieser „aufgewachten Menschen“ erreichen einen Punkt, an dem sie jegliches Vertrauen verlieren, das wird oft so beschrieben, als wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, man sich sozusagen im freien Fall befindet. Das ist – psychologisch betrachtet – ein einschneidendes und traumatisierendes Ereignis, welches natürlich auch Gefahren mit sich bringt.
    Ja, es gibt Menschen, die aus – welchen Gründen auch immer – nicht in der Lage sind, dieses Erlebnis zu verkraften und zu reflektieren. Diese Menschen sehen dann plötzlich in _allem_ Gefahren, Verschwörungen etc. und sind dann nicht mehr in der Lage, differenziert und vorurteilsfrei sich mit diesen Themen auseinander zu setzen. Und ja, diese Menschen sind selbstverständlich auch anfällig für sektenartige Bewegungen oder echte Sekten. Es waren vor diesem Ereignis leicht beeinflussbare Personen und bleiben es auch nach diesem Ereignis.

    Das ist aber ein kleinerer Teil. Der größere Teil schafft es, alleine oder mit Hilfe von anderen, diesen „Absturz“ zu überstehen und beginnt, selbständig zu denken, zu recherchieren und zu reflektieren.
    Aus diesem Prozess resultiert jedoch, dass eine große Vielfalt von unterschiedlichen Einschätzungen entsteht – daher ist diese Bewegung auch nicht kategorisierbar. Es gibt ganz unterschiedliche Setzung von Schwerpunkten in den jeweiligen individuellen Ausprägungen und selbstverständlich gibt es natürlich auch keine „allgemeine“ Basis, was den Informationsstand der unglaublich vielen einzelnen Themen resp. Aspekte angeht.
    Und genau so wenig gibt es natürlich keine „einheitliche Gegenseite“, ob man sie nur als Elite, FED, Konzernmafia oder weiß der Geier bezeichnet. Aber auch das kann man erst erkennnen, wenn der freie Fall erfolgreich überstanden ist.

    Es gibt hunderte, vielleicht tausende von indivduellen Erfahrungsberichten dazu, nicht nur die beiden oben angeführten, und natürlich ist es manchmal auch nicht ein einzelnes Ereignis, sondern ein Prozess, in dem sich das abspielt. Bei mir selbst war es eher letzteres, und ich kann nicht behaupten, dass dieser schon abgeschlossen ist. Es gibt immer wieder, und gar nicht so selten, Tage, an denen ich meine eigenen Standpunkte immer wieder hinterfrage und an dem zweifele, was mich so bewegt und antreibt. Meistens dann erreicht mich jedoch neue Evidenz…

  33. 33 Nazienkel 11. Mai 2014 um 23:06 Uhr

    Wenn also nur ein „kleiner Teil“ der „Aufgewachten“ leichtgläubig sein sollte, warum kann dann fast schon wöchentlich eine Figur wie Ken Jebsen sprechen? Warum reden auch noch Elsässer und Popp? Wo bleibt die Empörung der [vernünftigen?] Aufgewachten^^. Warum thematisiert niemand den -mal offenen, mal unterschwelligen- Antisemitismus von ELsässer, Popp und Jebsen?

    Warum werden die schrägsten Redebeiträge (~und Wochen nachdem Michael das sagte, wurde er umgebracht~) zugelassen – auch solche, in denen die Kinder von aufgewachten^^ Chemtrail-Gläubigen per Redebeitrag missbraucht werden?

    Kann es sein, dass die meisten Leute, welche sich aktiv^^ zeigen, mit gesellschaftlichen Änderungen -mit dem Zivilisationsprozess im Allgemeinen- nicht zurechtkommen? Und nach einfachen Erklärungsmustern für die sich für sie verändernde Welt suchen?

  34. 34 Nazienkel 11. Mai 2014 um 23:15 Uhr

    PS: Ich würde diese Ansammlungen nicht als „Bewegung“ bezeichnen. Dafür sind diese Ansammlungen zu heterogen – und es wird ja auch immer betont, mit den anwesenden Nazis nichts zu tun zu haben. Windige und findige Unternehmer mit Profilneurose im Verschwörungsbuissness, welche einen Großteil der dort Versammelten ökonomisch verwerten möchten – und Käufer, Konsumenten und Jünger dieser Verschwörungsprediger.

    Enttäuschte und Frustrierte, welche sich zu einer Mahnwache „bewegen“, machen keine „Bewegung“ aus. Auch die größten Shitstorms nicht.

    Gibt es eigentlich schon eine COMPACT mit Ken-Jebsen-Starschnitt?

  35. 35 Haimo Grebenstein 11. Mai 2014 um 23:39 Uhr

    Elässer ist eine Baustelle und Jebsen sowie Popp eine andere. Es ist _deine_ Meinung, dass sie antisemitisch seien, nicht meine. Elsässer kritisiere ich wegen ganz anderer Dinge…

    Aber was hat das mit Nürnberg zu tun? Hier haben sie nicht geredet und werden wohl auch nicht hier reden. Achte mal bitte auf den Titel des Artikels :-)

  36. 36 Nazienkel 12. Mai 2014 um 13:02 Uhr

    Bei dem regionalen Einatz müssen sie das wohl auch nicht.

    Tja -was hat dies alles miteinander zu tun?

    ->Menschen ohne Trennschärfe, welche für sich beanspruchen, „aufgewacht“ zu sein.

    Und so, wie Popp, Elsässer und Jebsen an die Mikrofone in Berlin gelassen werden, wird in Nürnberg Identitären das Wort gestattet.

    Aber kann man von einem „germanischen Heiden“ anderes erwarten?

    Ihr Problem können Sie ergooglen: Einfach mal „Kognitive Dissonanz“ eingeben…

  37. 37 Haimo Grebenstein 12. Mai 2014 um 13:05 Uhr

    Ach, haben Sie soviel Ahnung von germanischem Heidentum oder handelt es sich lediglich um ein passendes Vorurteil?

  38. 38 Nazienkel 12. Mai 2014 um 15:09 Uhr

    Eine komische Frage – in Ihrem Fall ist ja davon auszugehen, dass Sie zu diesem Thema vor allem von Glauben beseelt sind.

    „Germanen“ sind eine idealisierte Vorstellung – die Bevölkerung, welches früher in deutschen Breiten lebte, hatte nichts heterogenes an sich, keine einheitliche Religion.

    Germanisches Heidentum^^ in neuerer Zeit speist sich vor allem aus einem Bedürfnis nach Distinktion. Halbwahrheiten zu passenden Idealvorstellungen werden zusammengemixt – und fertig ist die Vorstellung von ‚völkischer, nationaler/regionaler Religion‘. Das alles wurde im Dritten Reich hochgekocht, Himmler war sehr besessen von der Etablierung „religiösen Germantums“, die spirituelle Würze für den völkisch-braunen Brei.

    Man sehe sich nur die Redebeiträge zu Ihren Wahnmachen in Nürnberg an – es geht vornehmlich um eine von den Rednern propagierte mangelnde nationale Souveränität und ein Publikum, welches diese Weisheiten^^ beklatscht.

    Hamburg, Berlin…Nürnberg – der Ort ist austauschbar, die Phrasen bleiben die gleichen von Verschwörungsglauben durchtränkten. Ob von den Idolen persönlich vorgebracht, oder von Followern andernorts wiederholt.

    PS: Weswegen kritisieren Sie denn den Elsässer? Ist er Ihnen zu lasch? Sein Magazin für Souveränität müsste Ihnen doch gefallen. Illuminieren Sie mich…^^

  39. 39 Haimo Grebenstein 12. Mai 2014 um 15:23 Uhr

    Ah, also doch nur hingebogene Vorurteile :-)
    a) Heidentum hat mit „Glauben“ oder „glauben“ nunmal einfach überhaupt nichts zu tun. Kleiner Lesetip: Jan Assmann. Der ist auch „unverdächtig“, weil evangelischer Ägyptologe und nicht alt genug für „Erblasten“.
    b) Germanisch bezieht sich auf eine Sprachfamilie und damit verbundene Kultur, die weit über die Grenzen „Germanias“ hinausging bis nach Asien und Afrika und bietet nun wirklich keine Basis für völkische Ideologie. Es gibt allerdings Leute, die zu dumm sind, um das zu verstehen. Mal ein bisschen mit der der entsprechenden Zeit beschäftigen – es gibt da fantatstische Literatur. Lesen bildet!

  40. 40 Nazienkel 12. Mai 2014 um 16:23 Uhr

    Ja, fantastische Literatur aus dem Bereich der Phantastik.

    Bevor Sie hier mit Weisheiten um sich werfen und andere Leute als dumm bezeichnen (jaja, die Friedensträchtigen), sollten SIe etwas zu Ihrem gefährlichem, idealisiertem Halbwissen dazulernen. So z.B., dass das „INDOgermanische“ als Sprachfamilie mit „den Germanen“ und vor allem „germanischem Heidentum“ sehr wenig bis nichts zu tun hat (ausser den sprachlichen Zusammenhängen).

    Auch wenn völkische Romantiker sich dies in Träumen von Deutsch-Nepal gerne zurechtbiegen.

    Germanisch als Sprachfamilie – köstlich. Und da sagen Sie mal, Ihr „germanisches Heidentum“ habe nichts mit Glauben zu tun. In welchen „alternativen Medien“ steht denn etwas von einer „germanischen“ Sprachfamilie, welche nach Asien reicht.
    Sitzen Sie hier nicht eventuell einem germanozentrierten, chauvinistischen Denken auf?

    Jetzt haben Sie aber, ausser der Preisgabe idealisierten Unwissens^^, gar nicht gesagt, was denn Ihre Kritik am Elssässer ist.

    Ich bin gespannt.

  41. 41 Haimo Grebenstein 12. Mai 2014 um 17:22 Uhr

    Ich geb’s auf und habe dafür eigentlich auch gar keine Zeit. Wer weder Ahnung von Geschichte noch von Polytheismus hat und keine völkische Romantik von seriöser, wissenschaftlicher Literatur unterscheiden kann, sollte einfach den Ratschlag von Herrn Nuhr annehmen.

    Wissen Sie – da frage ich mich wirklich, WER sich hier etwas zurecht biegt…

    P.S.:
    Und mein Elsässer-Geheimnis behalte ich für mich :-)

  42. 42 Nazienkel 12. Mai 2014 um 19:39 Uhr

    Jaja – sobald das hermetische Weltbild angekratzt wird, versuchen Sie projektiv persönlich zu beleidigen^^.

    Profilneurose Ahoi!

    Och – teilen Sie doch Ihre Weisheiten, bevor Sie mich unwissend hinterlassen. Z.B. über Ihren Bezug zu dem von Ihnen ins Feld geführten Polytheismus wüsste ich gerne näher Bescheid. Nur zu – fächern Sie Ihr bestimmt breites geschichtliches und reliogionswissenschaftliches Wissen auf. Kommen Sie, dessen „germanisches Heidentum“ ja nichts mit Glauben zu tun haben soll, vielleicht noch mit der Rig-Veda?

  43. 43 Haimo Grebenstein 12. Mai 2014 um 20:26 Uhr

    Ich gebe lediglich einen Tip, weil ich bin wirklich sehr beschäftigt. Hermetik ist eine Blume und Polytheismus ein Flaschenzug – metaphorisch gesprochen. Einen Literaturtip habe ich ja schon gegeben: Jan Assmann, „Die mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus“. Oder Bernhard Maier „Die Religion der Germanen“. Das sind beides Religionswissenschaftler, die anerkannt und keine „Anhänger“ sind. Und wenn man die bei Amazon sucht, wird bestimmt noch einiges nettes dazu vorgeschlagen – man muss ja dort nicht kaufen…

    Wissen Sie, ich halte darüber auch Vorträge, treffe mich mit und spreche mit Sektenbeauftragten, Religionswissenschaftlern und anderen, die von Berufs her schon kritisch sind, bin mit hunderten von Personen aus dieser „Szene“ quer durch die ganze Welt vernetzt, von Island bis Südamerika (Polytheisten gibt es nämlich überall, auch „germanische“) und investiere seit nunmehr über fast 12 Jahren eine ganze Menge Zeit (und auch Geld). Und dazu gehört auch, gegen die Dumpfbacken anzukämpfen, die meinen, ein Thors Hammer hätte was mit der NSDAP zu tun.

    Das tue ich gern und kostenlos – aber nur für und mit Personen, die sich tatsächlich dafür interessieren. Den Eindruck habe ich bei Ihnen leider nicht.

  44. 44 Nazienkel 13. Mai 2014 um 17:47 Uhr

    Und da meinen Sie allen Ernstes, „germanisches Heidentum“ hätte nichts mit Glauben zu tun? Um dem in den nächsten Postings zu widersprechen, wenn Sie von „germanischen“ und anderen „Polytheisten“ reden, mit denen Sie „gut vernetzt“ seien?

    Kongruent ist das nicht, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.

  45. 45 Markus Schlammer 13. Mai 2014 um 22:19 Uhr

    Was ist das hier nur für eine Haarspalterei über Nebensächlichkeiten?

    Sind wir in unserer heutigen Gesellschaft glücklich?
    Kann man in einer auf Verdrängung, Verschwendung und Zerstörung fixierten Gesellschaft überhaupt glücklich werden? Sind wir glücklich weil wir einen Wohlstand an Gütern nur
    deshalb generieren, weil andere dafür hinhalten müssen? Sind wir glücklich, wenn wir das neueste Smartphone besitzen oder ist unser maßloser Konsum nicht eher eine ersatzbefriedigende Bewältigungsstruktur, weil wir unsere wirklichen Wünsche und Ziele nicht ausleben können oder gar nicht mehr kennen?

    Anstatt ständig auf Nebensächlichkeiten einzugehen, sollte man gemeinsam Antworten darauf finden, wie es mit uns auf diesem Planeten weiter gehen soll. Denn lange geht das nicht mehr gut!
    Anstatt den Leuten, die etwas verändern wollen und ihren Arsch mal hochkriegen, Naivität zu unterstellen, sollte man sich selbst mal fragen, ob man nicht selbst viel zu naiv mit diesem Geschenk „Leben“ umgeht.
    Es wird immer „Rattenfänger“ geben, die die Massen hinters Licht führen wollen. Aber dann geht ihr doch raus und stellt euch gegen sie, nicht gegen die Menschen die Realisten genug sind, um zu erkennen, dass es am Ende nur einen Verlierer oder Gewinner geben kann: die Menschheit.

  46. 46 Nazienkel 13. Mai 2014 um 23:12 Uhr

    Tja – die einen würden gerne mit anderen teilen, die anderen haben schon Probleme damit, jemanden über die Grenze zu lassen.

    Wie soll so eine gemeinsame Lösungssuche aussehen? Wenn doch schon die Probleme anders definiert werden. Anstatt sich also in einem phantasierten Wolkenkuckucksheim einzurichten – Hirn einschalten, statt sich auf den harmoniedurchtränkten, idealisierten Holzweg zu begeben.

    Der Frieden von Verschwörungsgläubigen und/oder Antisemiten und/oder Revisionisten ist gewiss nicht mein Frieden…denn Frieden ist Definitionssache.

  47. 47 Nazienkel 13. Mai 2014 um 23:16 Uhr

    …anstatt also auf einer Welle mit windigen „freien“ Journalisten, Querfront – Verlegern und dubiosen Eventmanagern zu surfen, sollten Sie Ihr Hirn einschalten.

    Und nicht die Ukraine in Geiselhaft für das eigene krude Weltbild nehmen…

  48. 48 Markus Schlammer 13. Mai 2014 um 23:31 Uhr

    Nun, wenn Frieden „Definitionssache“ ist…
    Was ist Ihre Definition?

    Wenn das nicht der Beginn einer „gemeinsamen Lösungssuche“ ist…

  49. 49 Nazienkel 13. Mai 2014 um 23:58 Uhr

    Einen Frieden mit Menschen, die unkritisiert gegen Rothschild, FED/USA, Israel hetzen, lehne ich ab.

    Der Friede mit Menschen wie Schmittke/Berlin, der gegen Flüchtlinge hetzt -aber sich auf der Universalfriedensdemo sehen lässt- wäre/ist ein schä(n)dlicher Friede. Der Friede mit Jebsen, einem offenbaren Profilneurotiker mit dem Fetisch „antizionistische Israelkritik“, ist kein Friede, den ich möchte.

    Nein – eine gemeinsame Lösungssuche mit obsessiven, latenten, revisionistischen und verschwörungsgläubigen Friedensquerulanten^^, die schon den eigenen Antisemitismus nicht hinterfragen können vor lauter Chemtrails, ist nicht drin.

    Da sollten Sie, wie Ken Jebsen, mit der roten Waldameise diskutieren…

    Keinen Fußbreit den Antisemiten und neurechten Demokratiefeinden. Ihr Friede ist nicht unser Friede.

  50. 50 Haimo Grebenstein 14. Mai 2014 um 8:46 Uhr

    „Ihr Friede ist nicht unser Friede.“

    Aha. Interessant an dieser Stelle wäre mal eine Definition von „unser“.

  51. 51 Markus Schlammer 14. Mai 2014 um 9:17 Uhr

    Ich habe Sie nicht gefragt, was Sie ablehnen…

    Nochmal. Was ist IHRE Definition von Frieden?

    Wenn Sie nicht einmal diese einfache, aber essenzielle Frage beantworten können, so maßen Sie sich bitte nicht an hier weiter mit Plattitüden über diese Mahnwachen herzuziehen.

    Der Frieden fängt nunmal bei jedem selbst an. Wenn Sie mir nun aber mit „unser“ Frieden kommen, zeigt mir das, dass Sie sich über Ihren eigenen Frieden nicht im Klaren sind, was auch die verschärfte Polemik ihrerseits erklären würde.

  52. 52 Nazienkel 14. Mai 2014 um 10:59 Uhr

    Sie schwadronieren von einem schwammigen, universalen Frieden, bzw. von „Glück“ den Sie argumentativ^^ wie Mehltau über politische Auseinandersetzungen legen wollen, schaffen es selbst nicht, diesen zu definieren – und stören sich an meiner Antwort auf Ihre Frage?

    Durch die Tatsache, dass Sie mir absprechen, „unseren“ Frieden zu definieren, sollte Ihnen klar sein, dass „Ihres“ nicht zwangsläufig auch „unseres“ ist. Und Ihnen sollte deutlich geworden sein, dass der von Ihnen phantasierte,universalistische Frieden nicht der Frieden aller sein kann.

    Sie maßen sich an, von „wir“ zu sprechen – und stören sich an „uns“ – putzige Rabulistik…

    Sie sehen also: Ihr Friede ist nicht mein Friede und „wir“ schließt nicht „unser“ ein.

  53. 53 Haimo Grebenstein 14. Mai 2014 um 11:41 Uhr

    Nazienkel, Antworten auf Fragen scheinen irgendwei schwierig zu sein…
    Also unser „wir“ und „unser“ scheint aus Ihrer Hinsicht ja klar zu sein, denn Sie fassen ja fortlaufend und nachlesbar alle Teilnehmer/innen der Mahnwachen pauschal zusammen. Diese Seite ist also geklärt.

    Wer ist aber Ihr „wir“ und „unser“? Diese Frage ist weiterhin offen und sollte eigentlich nicht so schwer zu beantworten sein, oder doch? Ich verlange keine Namen und keine Details, eine Beschreibung sollte aber doch wohl möglich sein?

  54. 54 Nazienkel 14. Mai 2014 um 12:20 Uhr

    Also: Ein weiterer Kommentar für Haimo und Markus

    Wo fasse ich alle Teilnehmerinnnen der Wahnmachen pauschal zusammen? Dies habe ich nicht getan. Wohl aber habe ich bezeichnet, was ich in Redebeiträgen, Videos und Stellungnahmen diverser Mahnwachen und Friedensdemos hören, sehen und lesen kann.

    Sie verstehen in Ihrer Überidentifikation scheinbar aber auch wirklich nur das, was Sie verstehen wollen…und ich werde keine weitere Ihrer Fragen beantworten, die nur aus Gründen der Rabulistik gestellt werden, und an deren Antworten Sie ohnehin nur interessiert scheinen, um den eigenen Blutdruck in die Höhe zu jagen.

    Dies hier ist ein Blog, in welchem es, wie der Name sagt, um die Aufklärung rechtsextremen Treibens geht. Ich lese hier gerne und schreibe auch gerne einen Kommentar. Um aber Leuten, die scheinbar nur zum Stören diese Seite besuchen, Stoff zum sich aufreiben zu liefern, dafür ist mir meine Zeit wirklich zu schade.

    Markus, beantworten Sie doch die noch offenen Fragen. Sagen Sie doch, wen Sie mit „wir“ meinten, statt sich -weiterhin substanzlos- an meinem „unser“ aufzureiben. Haimo -nun da Sie Zeit gefunden haben, können Sie doch die noch ausstehenden Antworten zu Ihrem „polytheistischen germanischen Glauben“, welcher keinen Glauben beinhalten soll, suchen, anstatt sich ebenfalls in stumpfer Rabulistik zu ersuchen. Ihr beider Verhalten zeigt doch, wie man sich Ihren Universalfrieden vorstellen kann.

    Finden Sie überhaupt noch die Zeit zum Argumente sammeln, wenn ständig irgendwo ein Krieg verhindert werden muss?

    Setzen Sie sich mit den Sachverhalten auseinander, welche Sie hier beständig zu negieren suchen, oder tauschen Sie sich andernfalls mit ihresgleichen aus, wenn Sie an den Argumenten Ihres Gegenübers ohnehin nicht interessiert sind und scheinbar nur diesen Blog aufsuchen, um äusserst naiv über die in Ihren Augen unfaire Berichterstattung zu motzen

    Sie können Sie sich ja zusätzlich noch an untem verlinktem Text aufreiben. Oder ihn einfach lesen, nicht direkt Schaum vorm Mund kriegen und vielleicht einfach mal wirken lassen.

    http://debrayage.blogsport.eu/the-same-shit-like-every-monday/

  55. 55 Haimo Grebenstein 14. Mai 2014 um 12:44 Uhr

    Ok, diskutieren und fragen ist also „Stören“. Ich halte das jetzt einfach mal so fest.

  56. 56 Markus Schlammer 14. Mai 2014 um 13:38 Uhr

    Nun, die einzige offene Frage, die hier im Raum steht, habe ich jetzt schon zweimal gestellt und keine Antwort darauf erhalten.
    Mir dann aber Rabulistik zu unterstellen ist eine Verderehung der Tatsachen, da Sie wahrscheinlich der Meister der Wortklauberei sind, wenn ich mir Ihre Beiträge so anschaue.
    Im Übrigen habe ich das Wort „Wir“ deswegen verwendet, um Sie in meine Fragestellung einzubeziehen. Sie dagegen benutzen das Wort „unser“, um sich in Bezug auf eine von Ihnen agitierte „Definition“ des Friedens abzugrenzen.
    Desweiteren unterstellen Sie mir ebenfalls, dass ich den Frieden für mich nicht erklären könne. Ein kleiner Vorschlag: Fragen Sie mich doch einfach, anstatt wilde Behauptungen aufzustellen.

    Ich habe die Argumente, die Sie gebracht haben nicht „negiert“. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Gefahr der Dominanz rechten Gedankenguts bei diesen Mahnwachen überschätzt wird, da ich bei diesen schon mehrmals anwesend war.
    Außerdem bin ich nicht derjenige, der hier mit ätzender Polemik à la „Schaum vor dem Mund“ ankommt.

  57. 57 Markus Schlammer 14. Mai 2014 um 20:41 Uhr

    Abschließend lege ich Ihnen noch ein Gespräch zwischen Ken Jebsen und Pedram Shahyar (Attac) ans Herz:

    https://www.youtube.com/watch?v=24AwvpTNp8g

    Ken Jebsen geht hier auch detailliert auf die Antisemitismusvorwürfe und seine Person ein.

  58. 58 Nazienkel 15. Mai 2014 um 18:54 Uhr

    Die Selbstdarstellung von Jebsen ändert nichts an dem Umstand, dass er rechtsoffene, antisemitische Phrasen drischt. Und selbst wenn Jebsen zum Judentum konvertierte, änderte dies nichts an seinen Hetztiraden der Vergangenheit (u.a. „zionistischer Rassismus“ oder „Endlösung der Palästinenserfrage“, demokratiefeindliche Biologismen)

    Und auch ein Interview mit Pedram Shayar stellt ihm keinen Persilschein aus. Für meinen Teil können Sie mit Ihren Missionierungsversuchen aufhören – meine Meinung zu Jebsen ist unverrückbar und daran kann auch dieses Video nichts ändern. Ebenso wie die im Artikel genannten Fakten der Realität entsprechen. Sie können sich Ihr Idol gerne weiter schön reden und sich jeden Montag mit Friedensfreunden^^ zu spannenden Reden treffen, verbietet Ihnen ja keiner, gibt ja Meinungsfreiheit. Aber eben diese Meinungsfreiheit gilt eben auch für alle Kritiker von Jebsen, Elsässer, Popp und Mährholz (die Liste könnte noch um diverse Stimmen weitergeführt werden). Und auch für diejenigen, welche offensichtliche Tendenzen und Einstellungsmuster ansprechen, welche auf Wahnmachen, Friedens- und Montagsdemos^^ anzutreffen sind; in Redebeiträgen, Plakaten, Transparenten, Interviews. Ebenso wie auch die Im Internet bei Facebook, youtube und diversen Blogs stehenden Beiträge und Kommentare thematisiert werden können und dürfen.

    Und auch wenn Mahnwichtel, Jünger von Verschwörungsgurus und Anhänger antisemitischer Zinskritiker, dies nicht gerne sehen, müssen sie doch hiermit zurechtkommen.

    Wie schon gesagt: So befremdlich, verstörend und realitätsverleugnend – so sozialpsychologisch interessant.

    PS: Ken Jebsen geht IMMER detailliert auf seine Person ein.
    PPS: Viel Spaß beim Spielen…

  59. 59 Markus Schlammer 15. Mai 2014 um 22:39 Uhr

    Man sollte bis zum Grab warten, bis man seine Meinung in Stein meißeln lässt.
    Was auf Sie „befremdlich“ und „verstörend“ wirkt, ist für mich gelebte Demokratie. Die meisten dieser Leute machen ihre ersten Schritte der Politisierung. Dass es da auch Unschärfen gibt ist bei so einer bunt gemischten Bewegung normal. Dass es auch vereinzelt Leute aus dem rechten Lager zu solchen Veranstaltungen zieht, ist ebenfalls nichts Neues.
    Unterstellen Sie mir nur, dass Ken Jebsen mein Idol wäre. Wenn es Ihnen hilft Ihr vorgefertigtes Bild zu untermauern. Bitte.
    Nochwas dazu. Mit „demokratiefeindliche Biologismen“ meinen Sie sicherlich Jebsens Metaphern in Bezug auf Zugvögel und Waldleben. Ich fand das lustig.
    Wenn Sie sich diese Video (https://www.youtube.com/watch?v=E2NBKfRvwkc) anschauen, wird Ihnen vielleicht der Sarkasmus auffallen, den Jebsen spontan von Jonathan Messe übernommen hat.
    Komm auf die dunkle Seite der Macht Nazienkel!

  60. 60 Nazienkel 15. Mai 2014 um 23:06 Uhr

    Ken – bist du es?

    „Wenn Sie sich diese Video anschauen, wird Ihnen vielleicht der Sarkasmus auffallen, den Jebsen spontan von Jonathan Messe übernommen hat.
    Komm auf die dunkle Seite der Macht Nazienkel! “

    Natürlich – Ken Jebsen sagte ja auch in einem Facebook-Post (neben stupenden Beleidigungen), dass er sich an Meese orientiere. Schön – sie übernehmen auch die Antworten von Ihrem Star…

    Arno -oder Ken: Können Sie eigentlich auch eigene Überlegungen anstellen, oder übernehmen Sie -wie hier mehrfach gezeigt- alles, was Ihr Führer so von sich gibt, unhinterfragt?

    Der Kenny ist ja wie ein Chamäleon…und er hat Jünger, die natürlich keine Führer brauchen, aber ungebremst jeden Stuss Ihres Idols glauben und nachplappern…und vor allem seine Hasstiraden schön weiter verbreiten.

    Falls Sie es wirklich sind: Schon gespendet, Arno?

    PS: Wes Liedes singe ich denn nun? Sie stellten doch diese paranoide Vermutung auf…

  61. 61 Markus Schlammer 16. Mai 2014 um 10:55 Uhr

    Was soll ich eigene Überlegungen anstellen…
    Ich will immer in den Händen der totalen Profis sein und denen händige ich mich total aus!
    Mal im Ernst, Meeses „Diktatur der Kunst“ gibt es schon seit ungefähr 2 Jahren und ich fand sie damals schon lustig.
    Ja, ich habe Jebsens Post gelesen, aber darf ich seine Verteidigung oder Erklärung jetzt nicht mehr anbringen, wenn sie für mich schlüssig ist? Bin ich dann gleich ein Jebsen-Follower oder Jebsen selbst, weil ich mich auf einen Post seiner Redaktion beziehe? Meiner Meinung nach ist das lächerlich, aber anscheinend Ihre Art der Diffamierung.
    Bevor Sie mir unterstellen, ich würde meine Information nicht hinterfragen, sollten Sie SICH mal diese Frage stellen. Aber Sie verlassen sich ja lieber auf die „Fakten“, die Ihnen die Vordenker präsentieren, anstatt sich ein eigens Bild zu machen. Das hatten wir ja schon angesprochen in Bezug auf die Mahnwachen.

    PS: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ würde ich mal sagen.

  62. 62 Nazienkel 16. Mai 2014 um 11:35 Uhr

    Projezieren Sie noch oder übertragen Sie schon?^^

  63. 63 Markus Schlammer 16. Mai 2014 um 11:49 Uhr

    Provozieren Sie noch oder untergraben Sie schon?

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