Montagsdemo – Es geht doch: Leipzig erteilt Neonazi Sprechverbot!


Es geht doch: Leipzig erteilt Neonazi Sprechverbot!

Christian Bärthel, Neonazi und Reichsbürger, erhielt bei der Leipziger Mahnwache nicht das Mikrofon zum Reden. Ein vorbildliches Verhalten, an dem sich andere Städte orientieren sollten. Mit Bärthel gelangen wir in unserem Artikel zu einem Auferstehungsgottesdienst an Hitlers Geburtstag sowie zu einer rechtsextremen Kreisverbandsgründung in München – ebenfalls am 20. April. Gastredner ist dort NPD Vize Karl Richter. Mit diesem gelangen wir natürlich wieder zu der Montagsquerfront um Mährholz. Und last but not least kündigt sich Richter für die heutige Montagsquerfront in München an und erscheint mit weiteren KameradInnen. In Frankfurt gibt sich Sigrid Schüßler, ehemalige Vorsitzende des RNF die Ehre. Auch in Leipzig taucht die NPD auf. Dort ist sie aber nach Bekanntwerden im Gegensatz zu München nicht willkommen.

So kann es auch gehen. Leipzig macht es vor. Neonazi erhielt Redeverbot. Christian Bärthel durfte das Mikrofon nicht in die Hand nehmen. Jetzt stellt sich die Frage, wie sich die „Mahnwache“ zu Stephane S. verhält, der an vorderer Front bei der Initiative „Gohlis sagt Nein“ gegen den Bau einer Moschee mitmischt und gleichzeitig gerne auf den „Mahnwachen“ spricht. Auf Facebook wurde gemeldet, dass Stefan Hartung, der Sprecher der NPD Schneeberg, von den VeranstalterInnen völlig unbehelligt auf der Leipziger Montagsdemo herumstehen soll. Auf die in Leipzig vorhandene Ambivalenz und Diffusität weist ein Artikel des kreuzer-leipzig hin.

Hartung musste aber gehen. „Als die Veranstalter nach ca. 2 Stunden auf Hartung aufmerksam gemacht wurden, verließ er wenig später den Veranstaltungsort. Der Versuch, mit seinen treuen Kameraden ein NPD-Transparent neben mehreren Polizisten auszurollen scheiterte, dabei bot man ihn aufgrund schiefer Blicke schon reichlich Sicherheit“ ist der Kommentar eines Anwesenden auf Facebook. Auf seiner FB-Seite schrieb Hartung heute:

„SKANDAL AUF „FRIEDENSDEMO“ IN LEIPZIG

Gemeinsam wurden ich und ein befreundeter Friedensaktivist auf der heutigen Montagsdemo in Leipzig von mehreren gewaltbereiten Linken bedroht und beschimpft, weil wir ein Transparent mit der Aufschrift “ Mut zur Demokratie JETZT!“ zeigten. Wir mussten unter Polizeischutz vom Augustusplatz geleitet werden. Der Veranstalter schloss die Störenfriede nicht aus, er bot stattdessen einem besoffenen Punk mit Bierflasche in der Hand noch das Mikrofon. Video folgt.“

Bärthel, der die Woche zuvor nicht Reden durfte, beklagte sich im Netz über Zensur. Man verweigerte „mir die Möglichkeit das offene Mikrofon zu nutzen und drohte sogar damit, den Saft abzuschalten, wenn ich versuchen würde, zu den anwesenden Bürgern über die Lautsprecheranlage zu sprechen“ jammert der vom Thüringer VS als Rechtsextremist geführte Bärthel. Seinen „goldigen“ Text wollen wir unseren LeserInnen nicht vorenthalten:

Bärthel ist einer der bekanntesten Vertreter der „Kommissarischen Reichsregierung“ –eine der Formationen der Reichsbürger. Für den 20. April, Hitlers Geburtstag, warb Bärthel für einen von ihm veranstalteten Erweckungsgottesdienst.

2011 wollte er in Wunsiedel einen Gedenkgottesdienst“ für den Kriegsverbrecher Rudolf Heß abhalten. Dies scheiterte jedoch schon am Verbot der Stadt, da „damit der Straftatbestand der Verherrlichung eines verurteilten Kriegsverbrechers erfüllt wäre. Außerdem würde mit einer derartigen Veranstaltung die Würde der Opfer des nationalsozialistischen Verbrecherregimes in unerträglicher Weise verletzt.“

Gefallen hat Bärthels Posting zur „Mahnwache“ Philipp Hasselbach. Der u.a. wegen Volksverhetzung und mehrfacher Körperverletzung vorbestrafte Hasselbach wurde ebenfalls an Hitlers Geburtstag in München zum Vorsitzenden des neu gegründeten Kreisverbandes der Partei „Die Rechte“ gewählt. Gegründet wurde diese Partei von einem der führenden Köpfe der militanten Neonazis: Christian Worch Ein kameradschaftliches Grußwort bei der „Konkurrenz“ hielt NPD-Vize Karl Richter. Jener Karl Richter, den der selbsternannte Friedensaktivist Lars Mährholz positiv auf einer ganzen Seite seiner Homepage darstellte. Wir berichteten: LechtsStattRinks – Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint? und Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront! .

Obiges Bild Hasselbachs wiederum gefiel NPD Parteivorstand Manfed Faust, seines Zeichens Redakteur und Admin des NPD-online-Blogs „DS-aktuell“ der NPD Parteizeitung „Deutsche Stimme“. Chefredakteur der Deutschen Stimme war bis Herbst vergangenen Jahres Karl Richter. Eben genau jener Karl Richter, dem Lars Mährholz eine ganze Seite auf seinem Blog widmete und der dieses Jahr an Hitlers Geburtstag eine kameradschaftliche Gastrede bei der Gründung des Münchner Kreisverbandes „Die Rechte“ tätigte. Selbiger Karl Richter, der seine Teilnahme an der Münchner „Mahnwache“ am 28.04.2014 ankündigt.

NPD Vize Richter ist zusammen mit dem Münchner Kreisvorsitzenden „Die Rechte“ Philipp Hasselhof sowie wahrscheinlich der dem Kameradschaftsdachverband Freies Netz Süd zugerechneten Vanessa Becker auf der Münchner #montagsquerfront gesichtet worden. Nach twitter Meldungen weigern sich die Veranstalter der „Friedensbewegung“ München, sich von Nazis zu distanzieren. Wir sind für Frieden. Es ist uns egal, wenn hier Neonazis stehen. Sie schließen niemand kategorisch aus. Ob sie Richter bitten, das Mikrofon zu ergreifen? Nach Lars Mährholz ist dessen Analyse nicht falsch. Auch weitere Neonazis sollen sich nach twitter auf der Münchner Kundgebung befinden. Vom Querfrontcharakter von der Menge her gesehen, dürfte München Berlin sogar noch weit schlagen. In einem aktuellen Beitrag auf seiner FB-Seite „berichtet“ Richter über seine Teilnahme und droht: Wir „werden auch weiterhin dabei sein.“

Von München nach Frankfurt. Auch hier war die NPD in Gestalt von Sigrid Schüßler (NPD) vor Ort. Nach twitter Meldungen sollen auch AfD AktivistInnen teilgenommen haben. Schüßler soll zurzeit mit dem besagten NPD-Vize Karl Richter aus München liiert sein. Bis Ende März war sie Vorsitzende der NPD Frauenorganisation Rings Nationaler Frauen (RNF). Aufgrund interner Zwistigkeiten ist sie inzwischen aus dem RNF ausgetreten. So wurde z.B. ihre Presseerklärung, weshalb sie nicht erneut für den Vorsitz des RNF kandidiere, auf der FB-Seite des RNF kurz nach Erscheinen gelöscht. Die MLPD soll der Kundgebung mit ihrer größeren Lautsprecheranlage der Montagsdemo gegen Harz IV ausgeholfen haben. Querfront pur! Der Eintritt Schüßlers in den MLPD Frauenverband Courage soll nur ein Gerücht sein. Ebenso wie Richter kündigt Schüßler ihre weiter Teilnahme an: „Bis nächsten Montag!“

Überarbeitet am 29.04.2014 – 09:25 Uhr

Mal was zum Lachen: Kommntare „Best of“ zur openPetition“ von Lars Mährholz zu Frieden in der Welt….
siehe openPetition „Mahnwachen in Deutschland“ – Kommentare – best of!

Zu Euromaidan, Medienzensur und den Hintergründen Grüner EU-Expansionspolitik und Konfliktzündelei siehe Me­di­en­zen­sur – Pro­pa­gan­da­krieg – Grüne Pu­tin­pho­bie und Kriegs­trei­be­rei


Hass statt Friede verbreitet Montagsquerfrontler Elsässer gegen die Antifa Montag­ler El­säs­ser: „Kein Frie­de mit der SAn­ti­fa!“

Wie die Wahnwichtel „Die Linke“ bashen, Firmenwebsides mit Verschwörungstheorien überfrachten und Kriegsangst schüren siehe Angst – Schrecken – Linken Bashing – UFOs – eine neue Offensive rechter Montagswahnwachtler!


Zu den Hintergründen einer nationalistischen ukrainischen Kundgebung in Berlin, weiterer Auftritte ukrainischer Neonazis in Deutschland sowie der Rolle der Grünen und der „Montagsmahnwachen dabei siehe Ukrainische Neonazi Demonstration in Berlin?

Zur Teilnahme der Identitären Bewegung Nürnberg an der Mahnwache und den Verbindungen der Identitären zu Kameradschaften sowie „Die Freiheit“ siehe Iden­ti­tä­re Be­we­gung Teil der Nürn­ber­ger „Mon­tags­mahn­wa­che“

Zur Strategie und Einflussnahme der NPD auf die „Montagsmahnwachen“ siehe NPD- Die falschen Friedensfreunde!

Wie die Nazis für die Montagsquerfront werben und umgekehrt siehe Offene Werbung auf Nazi-Seiten für Montagsdemo!

Unsere Recherche zu dem Shop und seinen Geschäftsführer, der die KenFM Propaganda-Shirts vertreibt sowie zur Montagsquerfront und Gegendemo in Halle: KenFM Po­li­ti­cal­ly In­cor­rect und ein (ex)NAZI!

Zur Situation in Leipzig und den Naziaktivitäten rings um Montag den 28. April siehe Montagsdemo – Es geht doch: Leipzig erteilt Neonazi Sprechverbot!

Ein Bericht über den stattgefunden Volksquerfrontevent am Ostermontag mit seinem Vor- und Nachspiel findet sich hier Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront!

Zur Rolle der schweizer Anti-Zensur-Koalition (AZK) bezüglich der RednerInnen der Montagsquerfront siehe: rech­te Frie­dens­be­we­gung AfD PdV & Ho­lo­caust

Wie sich NPD und die Montagsquerfront aufeinander beziehen siehe: LechtsStattRinks – Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint?

Weitere Artikel und Stellungnahmen zur rechtsoffenen „Friedens“Bewegung sind auf unserer Facebook-Seite zu finden

Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte

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