Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront!

Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront!

Eine Geschichte über die hohe Kunst der Persönlichkeitsspaltung in Politik und Bewegung. Der Versuch den Nazi vom Mensch zu trennen ruft den Nazi auf den Platz. Ist ein krankhafter Aufruf zur Querfront – führt zum Volksquerfrontevent am Ostermontag in Berlin!

In LechtsStattRinks – Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint? zeigten wir den Weg der „Montagsdemos“ – vor allem der Berliner – hin zur Montagsquerfront auf. Die Rednerauswahl Popp und Elsässer waren eine klare Einladung an alle, die sich als rechts oder extrem rechts verstehen. In den Naziportalen traf dies schon Tage zuvor auf Zustimmung. Kurz vor der Kundgebung meldete sich der von Mährholz auf seinem Blog präsentierte Vize-Bundesvorsitzende der NPD, Karl Richter, zu Wort: „Lagerdenken überwinden – NATO-Kriegstreiber stoppen!“ schrieb er eine Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite.

„Es ist fünf vor zwölf, aber wenn nicht alles täuscht, tut sich etwas im Land, und daraus kann Großes werden. Die Rede ist von den sich ausbreitenden Montagsdemonstrationen, auf denen seit einigen Wochen, von Berlin ausgehend, gegen die amerikanische FED, gegen die NATO-Kriegspolitik und für Solidarität mit Rußland demonstriert wird.“

Obiges ist keine Stellungnahme der Montagsdemos, es ist die von Karl Richter sowie die der Bundes NPD. Eine Stunde später nimmt Richter zu unserem in „Der Freitag“ publizierten Artikel Stellung:

„Die neuen Montagsdemonstrationen – gegen die NATO-Kriegspolitik, gegen die US-Banken und für Solidarität mit Rußland – überfordern offenbar noch viele Linke. Während sich auf der Straße das alte Rechts-Links-Spalterdenken endlich aufzulösen beginnt, wollen viele Linke lieber im Ghetto bleiben und nichts mit „Nazis“ zu tun haben. Ein Beispiel dafür bietet die linke Wochenzeitung „der freitag“.“

So schreibt die NPD auf ihrer FB-Seite. Die darunter stehenden Kommentare, haben es in sich. Die beiden letzten weisen positiv auf – man Höre und Stauen – den Blog von Florian H. und einem von ihm beim Freitag verfassten Artikel hin. H. steht bei der Unterstützung der Montagsquerfront an vorderster Front.

„Der Superskandal der dieswöchigen Berliner Mahnwache: Ein NPD-Typ steht irgendwo verloren in der Zuschauermenge…Waaaahnsinn!“ beginnt ein die Nazis verharmlosender Post von besagten Florian H. auf der Berliner Veranstaltungsseite. In einem Kommentar zu diesem Beitrag äußert er: „Die NPD ist auf den Mahnwachen ausdrücklich NICHT willkommen…wenn sie sich da als Privatpersonen hinstellen, die Klappe halten, zuhören und lernen ist das soweit kein Problem.“ Leidet er unter Schizophrenie – wie scheinbar so viele der Organisatoren? Nehmen wir den NPD-Kader Schmidtke. Diesen teilt er in zwei Persönlichkeiten: Den NPDler und die Privatperson! Und wenn Hitler sich als Privatperson hinstellen würde, wäre das dann auch ok? Zu dieser grotesk anmutenden Persönlichkeitsspaltung nehmen wir in der Darstellung eines fiktiven Gespräches Stellung.

Schon während der Querfrontkundgebung zirkulieren auf twitter Fotos, die den Betreiber des Waffenladens „Hexagon“ und mit der Kameradschaftsszene eng verbandelten NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke auf dem Potsdamer Platz zeigen. Neben dem NPD Landesvorsitzende waren Robert Wolinski und Steve Schmidt (beide im NPD Kreisvorstand Oberhavel) sowie die Berliner Landesvorsitzenden der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationale Frauen, Maria Fank, und weitere NPDler anwesend. Auch der inzwischen in die NPD gewechselte ehemalige Kameradschaftler Marcus B., ein langjähriger Aktivist – 1994 wurde er für die Publikation der Propagandaschrift „NS-Kampfruf“ angeklagt – besuchte die Montagsquerfront.

Mario Heinz Romanowski, gläubiger Reichsbürger mit Reispass „Deutsches Reich“ stand auch auf quer und stellte mehrer Clips der Berliner Veranstaltung ins Netz. Erst am 4.12.2013 wurden bei ihm fünf Computer und eine Digitalkamera beschlagnahmt. „Romanowski sei der Urkundenfälschung sowie Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes verdächtig. Die „Schein-Polizei“ hätte ihn auf den Weg in seine Spandauer Wohnung abgefangen. Er sei „überfallen“ worden, man hätte ihm Handschellen angelegt und zu Boden geworfen„ meldet die Reichsdeppenrundschau ein von Romanowski veröffentlichtes Video transkribierend.

MarktfundamentalistInnen der AfD sowie RechtspopulistInnen wie Oliver Wesemann vervollständigen die Montagsquerfront. Wesemann wechselt die Parteien wie andere das Hemd. Von den Piraten zu Pro Köln, Pro NRW ist er im Moment bei Pro Deutschland angelangt.

„Wahrheit statt alliierter Geschichtsschreibung“ – Das Transparent ein Werk von Wahrheitskriegern, Reichsbürgern oder anderer brauner Untiefe der Kundgebung?

Auch das Schild „70 Jahre Besatzung Deutschlands – USA go home!“ ist ein sämtliche rechte Strömungen und Parteien übergreifender einigender Slogan.

Vor all diesem fortschrittlichem Publikum, mit ihrer braunen Vergangenheit und Gegenwart, ihren Plakaten und Transparenten, stellt Jürgen Elsässer fest: „Der wahre Antifaschismus steht hier auf dem Platz.“ Die NPD ruft derweil im Netz zur Unterstützung der „Friedensbewegung 2014“ auf:

„Raus auf die Straße – „Friedensbewegung 2014“ unterstützen!

Unser Berliner Landesvorsitzender Sebastian Schmidtke macht es wieder einmal richtig: Hingehen und Gesicht zeigen!“

Tags darauf erscheint im NPDParteiorgan „Deutsche Stimme“ ein Artikel des Pressesprechers Frank Franz. „“Friedensbewegung 2014 – die NPD ist dabei!“ „Die nationale Opposition in Deutschland unterstützt die Forderungen der neuen Friedensbewegung mit Nachdruck und begrüßt jeden Ansatz einer breiten, lagerübergreifenden Oppositionsbewegung“ schreibt Franz. Er zitiert den von Mährholz inhaltlich geschätzten NPD-Vize Karl Richter:

„Der Forderung nach … der Wiederherstellung eines freien und souveränen deutschen Vaterlandes kann sich jeder Deutsche guten Gewissens anschließen, und zwar über alle Parteigrenzen hinweg. Für uns gibt keinen ´linken´ oder ´rechten´ Frieden. Alle Deutschen, denen es um die Zukunft unseres Landes geht, müssen jetzt auf die Straße“

Kein links, kein rechts, wir sind alle eine Volksgemeinschaft – das dürfte den Propagandisten der Mahnwache gefallen. Auf der Leipziger Veranstaltungsseite wird derweil munter mein Kampf zitiert:

„Denn Hitler hatte eine hervorragende Beobachtungsgabe. Nur weil es von Hitler kommt, muss es lange nicht schlecht sein.

Ich zitiere mal aus „Mein Kampf“ :
(…) Endlich aber läßt dieser häufig sehr herbe Kampf das Mitleid absterben. Das eigene schmerzliche Ringen um das Dasein tötet die Empfindung für das Elend der Zurückgebliebenen.
Mit mir besaß das Schicksal in dieser Hinsicht Erbarmen. Indem es mich zwang, wieder in diese Welt der Armut und der Unsicherheit zurückzukehren, die einst der Vater im Laufe seines Lebens schon verlassen hatte, zog es mir die Scheuklappen einer beschränkten kleinbürgerlichen Erziehung von den Augen (…) Mein Kampf – S.22“

„Wenn man ein Idiot ist, kann man das einfach mit „OH NEIN ER HAT HITLER ZITIERT“ kaputtreden. Aber das trifft nunmal nicht den Kern. Vieles von dem, was er analysiert hat, ist nunmal leider korrekt.“

Gleichzeitig berichtet der Spiegel über das Parteiausschlussverfahren des Nationalsozialisten Thomas Wulff aus der NPD: „Es gibt Berichte, wonach der Hardliner sich nicht nur einen Nationalsozialisten genannt hat. Danach soll Wulff auf der Hamburger Parteiversammlung auch bekräftigt haben, sich gegen die Kriminalisierung Adolf Hitlers einsetzen zu wollen.“ Wulff stellt sich da taktisch ungeschickt an. Die neue „Friedens“bewegung führt die Entkriminalisierung Hitlers wie oben dokumentiert real durch. “Vieles“ ist „korrekt“ bei Hitler. Und am 2. Weltkrieg soll inzwischen die Fed Schuld sein.

Die extrem rechte Anonymus Seite wirft sich mit ihren über 400.000 (teils wohl gekauften) likes in die Schlacht und weist jedweden Ausschlussversuch der Nationalisten zurück. Ohne scheu wird dort ebenso wie bei der NPD zur Querfront aufgerufen. Innerhalb einer Stunde ist das Posting schon 200-mal geteilt durch das Netz gejagt:

„Mal etwas Grundsätzliches: Man kann keine Montagsdemo nach dem Motto: „Vom Volk fürs Volk“ organisieren und gemeinsam für Demokratie und Bürgerrechte einstehen und im selben Moment fordern, Menschen von den Demos auszuschließen nur weil diese Mitglied bei der NPD … sind.“

Wir regiert Mährholz auf die NPD Präsenz bei der Querfrontkundgebung und die Berichterstattung in der Presse? Er veröffentlicht einen „Offener Brief der Montagsmahnwachen für den Frieden an die aktiven Antifaschisten in Deutschland.“ .Darin steht u.a.:

„Jetzt ist es allerdings so, dass die NPD und andere rechte Parteien verstärkt zur Teilnahme an den Mahnwachen aufrufen. Diese Entwicklung sehen wir mit Besorgnis, da auch wir keine schleichende Unterwanderung wollen. Darum wenden wir uns nun an euch!
Es hat sich in Essen gezeigt, dass es durchaus möglich ist, eine offizielle Parallelveranstaltung zu machen, ohne dass (unschuldige in das Kreuzfeuer diverser politischer Lager geraten) oder ( es zu Problemen führt.)
Wir glauben, dass solche Parallelveranstaltungen der richtige Weg sein könnte, um sicherstellen, dass es innerhalb der neuen Friedensbewegung keine Entwicklung nach rechts gibt.“

Mährholz & Co locken die Rechten mit ihren Querfrontreden & Querfrontrednern auf ihre Kundgebungen. Sie wollen niemand ausschließen – und dann fürchten Sie plötzlich eine Unterwanderung?

Als Mittel, um den sich potenzierenden Rechtstrend der Kundgebung zu verhindern, schlagen Mährholz & Co vor, dass Gegenveranstaltungen gegen die Mahnwachen durchgeführt werden sollen. Sie rufen selbst zu Gegenkundgebungen zu ihren eigenen Mahnwachen auf. Ja wollen sie sich selbst auch spalten, in den Querfront Mährholz und den Antifa-Mährholz? Ja glauben die denn, dass die Nazis vor so was dann Angst haben und Wegbleiben? Oder wie soll das geschehen? Die Nazis sind Gegenveranstaltungen doch gewohnt. In der Pressemitteilung zum Querfront Event wird zum einen übelst über die Presse hergezogen. Zum anderen beklagt sich Mährholz, dass er bei einer öffentlichen Veranstaltung doch keine Nazis des Platzes verweisen könne, ohne sich strafbar zu machen:

„Einen konkreten Lösungsvorschlag, wie die Organisatoren…diese missliebigen Personen von einer öffentlichen Veranstaltung auf einem öffentlichen Platz hätten fernhalten können, ohne sich gleichzeitig strafbar zu machen, konnte der Tagesspiegel aber offenbar nicht anbieten.“

Das ist der Gipfel der Heuchelei. Wenn ich keine Nazis auf meiner Kundgebung haben will, sage ich das klar und deutlich zuvor. Schreibe es in meine Aufrufe. Falls der braune Rand erscheint, muss er den Platz verlassen. Die Führungskader . sind bekannt – und die eine oder der andere (mit teils langer extrem rechter Geschichte) ebenso. Aber sie wollen sie ja da haben. Nur nicht offen. Verschleiert soll es sein. Darum rufen sie in einem weiteren Brief die Parteien auf:

„Werbt bitte auf Euren Seiten NICHT für unsere Mahnwachen. Tut nichts, was den Eindruck erwecken könnte, dass diese Veranstaltungen für den Frieden mit einer bestimmten politischen Richtung, einer Partei, einer Organisation oder einer Ideologie assoziiert werden.“

Das dürfte ein klarer Appell an die NPD und die AfD gewesen sein. Andere Parteien sind uns nicht bekannt, die für die Montagsquerfront werben. Was auf den ersten Blick wie eine klare Distanzierung ausschaut, wird sofort wird relativiert:

„Wenn Ihr Euch einbringen wollt, dann tut dies als Menschen, nicht als Mitglieder einer Partei. Gesellt Euch zu den anderen Menschen auf den Mahnwachen, lernt sie kennen, erfahrt etwas über ihr Leben, ihre Hoffnungen, Nöte und Träume! Solidarisiert Euch mit ihnen, damit auch sie sich mit Euch solidarisieren können.“

Kommen sollen alle Nazis der Welt, für einen gemeinsamen Frieden, nur sagen, welcher Partei sie angehören – bitte sehr nicht. Der Nazi macht das ganze natürlich brav mit. Eine fiktive Geschichte, wie die Propagandisten der rechtsoffenen Kundgebungen eine Teilnahme von Nazis als Nazis verhindern, von Nazis als Menschen aber fördern möchten:

Sebastian Schmidtke vergangenen Montagnachmittag in seiner Wohnung.

Sebastian Mensch: „Tschüss Sebastian, brauner Gesell, pfleg unser Netzwerk im Weltnetz. Ich darf jetzt für die Souveränität Deutschlands demonstrieren. Ich. So – als Mensch halt. Du musst zu Hause bleiben. Dich, braunen Gesell, wollen sie nicht sehn. Fürs Image seiest du nicht gut genug!“

Sebastian brauner Gesell: „Ich seh im Herzen zur Sonne und bin im Geiste bei dir, nur zeigen werde ich mich nicht. Rühr dich doch bitte mal kurz von dort mit deinem tragbaren Funkfernsprecher.“

Sebastian Mensch: „Mach ich mein Freund. Wenn alles klappt, dann könnten wir das öfter machen. Tolle Idee von Lars und seinem Kameraden. Sein Name klingt so schön nordisch, fast so schön wie Adolf.
Wenn das klappt, dann machen wir das öfters. Sollten wir beide wegen Volksverhetzung mal in den Knast müssen, dann gehst du, brauner Gesell. Ich bring dich hin und gehe wieder heim. Das werden die Vollzugsbeamten schon verstehen. Wenn nicht: Sollen sie sich doch direkt an den Lars wenden. Seine Funkfernsprechnummer hat er überall gestreut. Der kann ihnen das schon erklären. Auch, dass ich gar nicht rechts sein kann. „lechts und rinks gibt es gar nicht – sagt der gute Lars.“

Zu Euromaidan, Medienzensur und den Hintergründen Grüner EU-Expansionspolitik und Konfliktzündelei siehe Me­di­en­zen­sur – Pro­pa­gan­da­krieg – Grüne Pu­tin­pho­bie und Kriegs­trei­be­rei


Hass statt Friede verbreitet Montagsquerfrontler Elsässer gegen die Antifa Montag­ler El­säs­ser: „Kein Frie­de mit der SAn­ti­fa!“

Wie die Wahnwichtel „Die Linke“ bashen, Firmenwebsides mit Verschwörungstheorien überfrachten und Kriegsangst schüren siehe Angst – Schrecken – Linken Bashing – UFOs – eine neue Offensive rechter Montagswahnwachtler!


Zu den Hintergründen einer nationalistischen ukrainischen Kundgebung in Berlin, weiterer Auftritte ukrainischer Neonazis in Deutschland sowie der Rolle der Grünen und der „Montagsmahnwachen dabei siehe Ukrainische Neonazi Demonstration in Berlin?

Zur Teilnahme der Identitären Bewegung Nürnberg an der Mahnwache und den Verbindungen der Identitären zu Kameradschaften sowie „Die Freiheit“ siehe Iden­ti­tä­re Be­we­gung Teil der Nürn­ber­ger „Mon­tags­mahn­wa­che“

Zur Strategie und Einflussnahme der NPD auf die „Montagsmahnwachen“ siehe NPD- Die falschen Friedensfreunde!

Wie die Nazis für die Montagsquerfront werben und umgekehrt siehe Offene Werbung auf Nazi-Seiten für Montagsdemo!

Unsere Recherche zu dem Shop und seinen Geschäftsführer, der die KenFM Propaganda-Shirts vertreibt sowie zur Montagsquerfront und Gegendemo in Halle: KenFM Po­li­ti­cal­ly In­cor­rect und ein (ex)NAZI!

Zur Situation in Leipzig und den Naziaktivitäten rings um Montag den 28. April siehe Montagsdemo – Es geht doch: Leipzig erteilt Neonazi Sprechverbot!

Ein Bericht über den stattgefunden Volksquerfrontevent am Ostermontag mit seinem Vor- und Nachspiel findet sich hier Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront!

Zur Rolle der schweizer Anti-Zensur-Koalition (AZK) bezüglich der RednerInnen der Montagsquerfront siehe: rech­te Frie­dens­be­we­gung AfD PdV & Ho­lo­caust

Wie sich NPD und die Montagsquerfront aufeinander beziehen siehe: LechtsStattRinks – Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint?

Weitere Artikel und Stellungnahmen zur rechtsoffenen „Friedens“Bewegung sind auf unserer Facebook-Seite zu finden

Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte

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6 Antworten auf „Montagsverschwörung – Heil Dir Querfront!“


  1. 1 theo 27. April 2014 um 1:22 Uhr

    Hallo Alle, schon in den achtzigern gab es neben vielen anderen auch große Demontrationen gegen die Weltbank und die IWF. Gegen Strauß, Reagen und Haig. Das System hat keinen Fehler, es ist der Fehler! Und die Häuser gehören dessen Bewohnern. Usw.
    Damals wie heute haben wir Kritiker unseres gottverdammten Schuldgeld-Systemes recht. Da allerdings das allgemeinwissen in Bezug auf die Volkswirtschaftslehre leider sehr gering ist und sogar diplomierte Akademker dir zwar hochkomplizierte Bruttosozalprodukte herbeirechnen können aber den Unterschied von Buchgeld und Bargeld nicht wissen oder was in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel ist und wer das ausgibt. Da steht man als Kritiker eben sehr blöd da, denn die meisten Menschen verstehen gar nix wenn man ihnen sagt dass die IWF und die Weltbank eben monetäre Massenveernichtungswaffen für Volkswirtschaften sind. Dass die als Entwicklungshilfe getarnte Kreditvergabe an eh schon hochverschuldete Staaten katastrophale Folgen bei diesen Staaten hat und ganze Volkswirtschaften sich dann zerlegen. Leben tatsächlich inzwischen 50 % der Weltbevölkerung in SLums? Und da gibt es inzwischen auch eine Menge guter Literatur darüber. Ursache: Zmindestens auch unser Weltreservesystem beruhend auf dem unseligen Dollar.
    Dieses System braucht Momentan eben einen großen Krieg um zu überleben.
    Diese Mahnwache für Frieden spricht eine fundamentale Kritik an unserem Schuldgeldsystem aus.

    Also warum ist man ein Rechter, wenn man berechtigter weise ein absolutes Monopol des Staates über die Geldmengenvermehrung und ein zinsfreies und fliesendes Geld ala Gesell fordert. Getragen von einer vierten Gewalt im Staate, einer MONETATIVE sozusagen, kontroliert eben von den anderen Gewalten. Und eine Fünfte Gewalt sollte dann eine Meditative sein da die Manipulationen der Medien heutzutage schon höchst kriminelle Züge hat.
    Das fordert ausser mir nämlich auch ein Andreas Popp. Und er hat zusammen mit Rico Albrecht und der Wissensmanufaktur über alternative Geschellschaftsformen geforscht und ein Buch mit dem Namen „Plan B“ herausgebracht mit seinen Ergebnissen.
    Prof. Dr. Bernd Senf, der bis 2009 über 30 Jahre lang an der FHW in Berlin Volkswirtschaft und Recht lehrte hat den Verein www.monetative.de mitgegründet.
    Also, ich war jetzt viermal jetzt vier mal auf einer Demo, die eine eindeutige Kritik an dieser Ehrwürdigen Institution FED zum Ausdruck bringt! Das finde ich richtig genauso wie ich andere Demos genau so wichtig finde. Und ich möchte eine Inhaltliche Auseinandersetzung mit diesem Thema haben da die FED nunmal dieses Mistsystem repräsemtiert.
    Und bitte, wenn wir linken nicht wollen dass die braune Suppe um den BND diese Montagsdemos in eine rechtsnationale Bewegung umlenkt dann lasst uns doch alle hingehen um das nicht zuzulassen.
    Gute Nacht

  2. 2 Holger 04. Mai 2014 um 15:02 Uhr

    Ich finde es gut das die Montagsdemo für alle Menschen erstmal offen sind und das alle eingeladen sind.
    In einem Land in dem sich Adolf Hitler frei bewegen würde, wäre er natürlich auch eingeladen an den Mahnwachen teilzunehmen und zu zuhören. Was anderes wäre es wenn er spricht, das gleiche müsste aber auch für Stalin, Nixon oder PaulII gelten. Finde ich. Aber das ist meine persönliche Meinung. Ich glaube was ihr nicht checkt ist das die Mahnwachen eine heterogene Bewegung sind in der es für verschiedene Menschen unterschiedliche Schwerpunkte gibt. Sie sind doch auch eingeladen sich an den Debatten zu beteiligen, suchen sie sich ihr Thema und sprechen sie vor den Menschen am Montag, lassen sie uns teilhaben von der Erfahrung bei ihrem Kampf gegen rechts und helfen sie uns lieber rechte unterwanderungstaktiken zu erkennen.

  3. 3 Antifaistkacke 08. Mai 2014 um 23:57 Uhr

    „… und helfen sie uns lieber rechte unterwanderungstaktiken zu erkennen.“

    Und was ist mit linken Unterwanderungstaktiken?

    Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte: Was Kacke ist, sind deine Kommentare. Aber solange Menschen wie du bei uns schreiben, können sie keine Menschen jagen. Immerhin ein kleiner Erfolg.

  4. 4 Bahumus 20. Mai 2014 um 17:24 Uhr

    Ich habe da mal zwei Fragen: Sind die Autoren dieses Blogartikels für die Präsenz US-amerikanischer Truppen in Deutschland? Und – falls ja – weshalb? (Ich bitte um unironische Antworten, bevorzugt mit Begründung.)

  5. 5 Administrator 21. Mai 2014 um 19:28 Uhr

    Wir lehnen jegliche Armeen ab. Von daher sind wir für die Auflösung der Bundeswehr und einer Auflösung der NATO bzw. Austritt aus dieser.

  6. 6 karlkolb 03. Juni 2014 um 14:04 Uhr

    Als Diskussionsvorlage

    Quer aber fair – Hände weg von der Ukraine – Runter vom Pulverfass

    Vereint von Lafontaine bis Gauweiler, geht das?
    Was ist eine Volksinitiative, ist das gleich Rechts?

    Wie ists mit Pueblo Unido? Mit dieser Losung konnten sieben Abgeordnete von Podemos ins EU Parlament einziehen (jenseits des Parteienkartells).

    Da ist eine breite Schicht in der Bevölkerung (deutsches Volk?) gegen einen Krieg, da ist die Altherrienriege von Kohl, Schmitt, Schröder und Scholl-Latour die gegen eine Verschärfung der Situation der Ukraine eintreten.
    Da ist Trittin von den Grünen (kaltgestellt!) mit seinem 5-punkte-Plan zur Ukraine – neutral, blockfrei wie Finnland und da ist noch die Linke.

    Auf der Straße zeigt die Montagsdemo die immer mehr Zulauf bekommt ihren Unwillen gegen einen Kriegsgang und da ist der Aktionstag der Traditionellen Friedensbewegung die mit der Mobilisierung noch am Anfang steht. Als Grundlage für die Auseinandersetzung dient der Friedensaufruf von Konstantin Wecker, E. Spoo, M. Maserat, den man hundertprozentig unterstützen kann. Es ist wichtig gemeinsam gegen die Kriegshetze in den Medien aufzutreten. Der Aufruf warnt davor ebenso wie die Rede vom Leo Mayer noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.

    Nicht zu vergessen sind die Konzernherren von Siemens, BASF, Thyssen, Metro die gegen die herrschende Politik von Uschi und Angela auftreten. Ihre Message ist „Wir lassen uns nicht die Butter vom Brot wegstreichen“.

    Auf der anderen Seite eine breite Front der Kriegshetzer. Im Sold der USA und NATO, Polen und des Baltikum, aber Haupttreiber die USA. Sie will, dass wir (die EU unter Führung Deutschlands) die Kastanien aus dem Feuer holen. Wir sollen wie 1980 bei der Stationierung der Pearshing-Raketen als Flugzeugträger der USA dienen. Es geht darum dass wir uns die Finger verbrennen, ihr globales Ziel ist im Konkurrenzkampf der Giganten die EU zu schwächen und einen lästigen Konkurrenten auszuschalten. Dieser Kampf der Giganten um territoriale Vorherrschaft (Übrigens die größte Landverschiebung war 1989 die Annexion der DDR, wo im Vergleich das mit der Krim nur ein Klacks war), soll auf dem Gebiet der Ukraine ausgetragen werden im Great-Game von USA, EU und der neuen Russland-China-Achse.

    Internationales Finanzkapital und der Krieg, was hat das miteinander zu tun? Die USA hat 12 Billionen Euro Schulden mit Japan und Deutschland sind die Hauptschuldenländer der Welt (zwei Drittel). Der Dollar würde wie ein Kartenhaus zusammenbrechen wenn die USA nicht ihr Militärische Potenz und Dominanz permanent (seit 1945 dreißig Kriege) unter Beweis stellen würde und müsste.

    Lassen wir uns da nicht reinziehen, sollen die deutschen Konzerne ihre legitimen Interessen wahrnehmen und sich gegen einen Waffengang stellen. So ist das auch in unserem Interesse und hat mit Anbiederung an das deutsche Kapital erst mal nichts zu tun. Nur bitte die Kirche im Dorf lassen.

    Was jetzt Not tut in der Öffentlichkeit gegen den Kriegskurs von KROKO und Grünen flaggen zeigen die interne Streitigkeiten zwischen Montagsdemo und Aktionsbündnis beizulegen, Frieden zu schlichten, Missverständnisse aus dem weg räumen und mit vereinten Kräften gegen die Kriegsgefahr offen auf die Straße zu gehen.

    W. Hauck

    Texte dazu:
    Finanzkapital und Klassenfrage von E. Hardt aus Linke-Zeitung
    Junge Welt, Ulla Jelpke, Strutinski
    Elsässer Blog, EU- Wahl, Querfront in Europa und Reden zur Montagsdemo

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